Ausflügler ins Helenental verärgern Bevölkerung. Das schöne Wetter am Wochenende zog viele ins Helenental, auch viele Menschen aus Wien fuhren aufs Land.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 02. April 2020 (04:39)
Das Helenental zog am Wochenende die Besucher magnetisch an.
Fussi

Nein, die Anrainer und viele Badener Bürger hatten keine Freude, angesichts der vielen Fahrzeuge mit Wiener Kennzeichen, die am Wochenende in den Parkbuchten des Helenentals zu sehen waren. Auch bei der Polizei und bei der NÖN gab es deswegen Anrufe von aufgebrachten Bürgern, die meinten, „die Wiener müssten in Wien bleiben“.

Oberst Walter Santin von der Stadtpolizei Baden erklärte auf NÖN-Nachfrage, „dass es keine Verkehrsbeschränkung gibt. Daher dürfen die Leute sowohl mit dem Rad als auch mit dem Auto fahren. Daher können wir auch nicht einschreiten. Wenn es notwendig erscheint, weil zu viele Personen zu nahe beieinander sind, machen wir natürlich auf die Gesetzeslage aufmerksam und sensibilisieren.“

Das Verantwortungsgebiet der Stadtpolizei beschränke sich außerdem nur auf die Stadt Baden, die weitaus mehr frequentierten Parkplätze im Helenental würden außerhalb des Stadtgebietes liegen.

"Wer zur Risikogruppe gehört, sollte generell zu Hause bleiben“

Santin bekräftigt: „Wenn alle um den eigenen Häuserblock gehen, wird das in manchen Bereichen auch problematisch werden, wenn dort unter Umständen viele Wohnblöcke sind, wie in der Kraftgasse, Schießgraben etc. Daher ist es durchaus sinnvoll, wenn sich die Leute aufteilen, und im Waldgebiet ist viel Platz, um auch auszuweichen und sich nicht zu nahe zu kommen. Wie gesagt, noch gibt es keine Beschränkung. Wer zur Risikogruppe gehört, sollte generell zu Hause bleiben.“

Auch Günter Skrianz vom Bezirkspolizeikommando Baden bestätigt, dass es viele Anrufe und sogar Anzeigen gegeben habe, von Anrainern, die sich durch die Ausflügler gestört fühlten. Doch auch er hält fest: „Die gegenwärtige Verordnung definiert kein Verbot, es ist erlaubt, mit dem Auto zu fahren und auch im Wald spazieren zu gehen. Wir haben hier keine Handhabe.“