Badens Bäder öffnen – aber wie?. Der Badener Strandbadchef Kurt Staska ist Bädersprecher der Wirtschaftskammer. Die NÖN fragte nach, was er zum Thema Öffnung der Bäder sagt und unter welchen Regeln.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 28. April 2021 (05:12)
Trotz aller offener Fragen überwiegt bei Kurt Staska die Freude auf einen baldigen Saisonstart.
Fussi, Fussi

Bäder und Badeseen dürfen nach der Ankündigung der Bundesregierung wohl am 19. Mai öffnen – auch wenn diese Branche bisher gar nicht explizit erwähnt wurde.

NÖN: Wie beurteilt der Bädersprecher der Österreichischen Wirtschaftskammer, Kurt Staska, die bisher bekannten Fakten?

Kurt Staska: Natürlich freuen wir uns über ein konkretes Datum für die Öffnung, damit können zwar viele Bäder nicht traditionell Anfang Mai, aber immerhin früher als im vergangenen Jahr ihre Pforten öffnen.

Nach welchen Regeln ist der Besuch eines Bades heuer möglich?

Staska: Genau das macht uns Sorgen, weil wir es nicht wissen. Wir haben im Vorjahr in intensiven Gesprächen mit Medizinern und Virologen einen Leitfaden zur Öffnung der Bäderbetriebe erarbeitet. Diese Sicherheitskonzepte haben sich bewährt. Dabei sind Maßnahmen vom geregelten Zutritt, der maximalen Anzahl der Badegäste, Hygiene- und Abstandsregeln definiert. In künstlichen Frei- und Hallenbädern sorgt die Badewasseraufbereitung (Chlorierung) in den Becken dafür, dass Viren und Bakterien keine Chance haben. Bei Badeseen sorgen erweiterte Abstandsregeln und das riesige Wasservolumen für Sicherheit.“

Ist eine Gästeregistrierung, wie in der Gastro vorgesehen, sinnvoll?

Staska: Das ist nicht umsetzbar und auch sinnlos im Freiluftbereich. Eine FFP2 Maskenpflicht etwa in den Garderoben ist nachvollziehbar, keinesfalls aber in den Freiluftbereichen. Auch in Hallenbädern wäre es in den Liegebereichen kontraproduktiv, da Masken bei Durchnässung ihre Schutzwirkung verlieren.

Was halten Sie von der 20m² Regel zur Limitierung der Gäste?

Staska: Außer Diskussion stehen Abstandsregeln, der Bemessung von 20m² pro Badegast kann ich nicht folgen. Wenn eine Familie mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern kommt, dürfen sie im Familienverband beieinanderliegen. Für Badbetreiber bedeutet es aber 80m² für 4 Personen zu zählen – das ist realitätsfern.

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