156 Cannabis-Pflanzen im Haus gezüchtet. Trumauer musste sich wegen Pflanzung und Handels mit Suchtgift verantworten. Urteil: 12 Monate, davon vier unbedingt.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 13. Juli 2018 (03:23)
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Cannabis enthält mehr als 500 Inhaltsstoffe
Symbolbild
APA (dpa)

Ein 35-jähriger Mann musste sich wegen unerlaubten Umgangs mit Suchtgift sowie Suchtgifthandel vor Gericht verantworten.

Ihm wurde von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, seit dem Jahr 2004 insgesamt siebeneinhalb Kilogramm Cannabis und über 80 Gramm Cannabisharz hergestellt zu haben. Außerdem soll er auch den Versuch unternommen haben, die synthetische Droge „Crystal Meth“ zu erzeugen. Im Zuge einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm schließlich 156 Cannabis-Pflanzen entdeckt.

Der Anwalt des Angeklagten gab an, dass beinahe die gesamte Anklage auf „einer Lebensbeichte“ des 35-Jährigen basiere, welche er nach der Verhaftung bei der Polizei abgelegt habe.

Allerdings seien die angegebenen Mengen vollkommen falsch gewesen. Der Mann habe zwar sieben Mal geerntet, aber nicht immer die gleichen Mengen.

„Erst meine fünfte Ernte war dann erfolgreich“

Dazu der Angeklagte zur Richterin: „Ich habe mich bei einer Hanfmesse informiert und habe dann mit zwei Lampen und 12 Pflanzen angefangen. Das hat aber überhaupt nicht funktioniert, weil alle Pflanzen total gelb geworden und dann eingegangen sind. Beim zweiten Versuch hingen dann die Lampen zu tief und die Pflanzen sind verdorrt.“

Schließlich habe er bis zur fünften Ernte für seinen Eigenbedarf Cannabis zukaufen müssen. Und erst ab diesem Zeitpunkt habe er auch Freunden hin und wieder ein wenig von seiner Ernte abgegeben. Vor der achten „Fruchteinbringung“ kam dann schließlich die Polizei ins Haus und machte dem Treiben ein Ende.

Was den Vorwurf der versuchten Crystal-Meth-Produktion betrifft, so habe ein Freund die dafür nötigen Gegenstände bei ihm untergestellt. Der Angeklagte 35-Jährige wurde zu 12 Monaten verurteilt. Davon vier Monate unbedingt.