Mobilitätsbefragung: Mehr Busverbindungen gefordert. Forderungen nach deutlich mehr Busverbindungen, einem Radweg nach Traiskirchen und Schulwege zu Fuß erledigen.

Erstellt am 07. September 2017 (05:00)
Die Grün-Gemeinderätinnen Cordula Müller (Oberwaltersdorf), Doris Brosz (Trumau), LAbg. Helga Krismer und Angelika Jagorinec (Grüne Trumau). Ihr Fazit: „Die Busanbindungen in Trumau entsprechen nicht den Bedürfnissen der Trumauer.“
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Eine Studie, die von der Grünen Gemeinderätin Cordula Müller aus Oberwaltersdorf entworfen und ausgewertet wurde, zeigt, welche Veränderungen bei der Mobilität im Ort vonnöten sind. Die Trumauer Grün-Gemeinderätin Doris Brosz und ihr Team fragten die Bedürfnisse der Trumauer ab.

150 Personen befragt

Nach 150 Befragungen ergab sich, dass viele Wege mit dem Auto zurückgelegt werden, weil keine Alternativen zur Verfügung stehen. Und sechs Busverbindungen der Linie 200 pro Tag würden diesem Bedarf nicht gerecht.

Die Erweiterung der Linie 200 könnte laut den Grünen die Gemeinde Trumau attraktiveren. Zusätzliche fünf Kilometer bis zum Ort mit sechs Minuten mehr Fahrzeit wäre die einfachste und günstigste Lösung für 3.600 Einwohner. Und mit weiteren 1,2 Kilometern könnten auch die Oberwaltersdorfer öffentlich besser nach Wien gelangen. Die Grünen der beiden Orte hoffen auf das Jahr 2019, denn mit dem neuen Generalverkehrsplan werden alle Fahrpläne im Verkehrsverbund Ostregion neu gestaltet.

Ein weiteres Befragungsergebnis zeige, dass die täglichen Einkäufe zu 35 Prozent in der Nachbargemeinde Traiskirchen getätigt werden. Hier könnte ein sicherer Radweg mehr Flexibilität schaffen.

"Bedürfnisse der Bevölkerung kennenlernen"

Ein Umdenken sollte auch bei den Fahrten zu Kindergarten und Schule stattfinden. Der tägliche Verkehrskollaps vor der Schule sei hausgemacht. Dabei sei es in Trumau möglich, das alle Volksschulkinder den Schulweg zu Fuß erledigen könnten. „Mit unserer Umfrage konnten wir die Bedürfnisse der Bevölkerung direkt kennenlernen und die benötigten Pendlerzeiten wurden sichtbar. Mit diesen Fakten ist es möglich, die öffentliche Verkehrssituation zu verbessern“, so Doris Brosz.

Grünen-Bezirkssprecherin Helga Krismer lobt die Mobilitätsstudie: „Die Gemeinden haben jetzt die große Chance, den öffentlichen Verkehr in der Ostregion mitzugestalten und ich bin sehr froh, dass die Trumauer Grünen die Gelegenheit beim Schopf gepackt haben.“