„Plastikfrei“ in Trumau. Die Marktgemeinde will mit weiteren Maßnahme seine Vorreiterstellung im Bereich des aktiven Umweltschutzes ausbauen. Ziel ist „plastikfreie Gemeinde“ zu werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Januar 2019 (05:11)
Andreas Kollross und Kerstin Bieringer freuen sich darüber, dass erste Maßnahmen zur Vermeidung von Plastik bereits umgesetzt wurden.
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In der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte die geschäftsführende Gemeinderätin Kerstin Bieringer (SPÖ) ihre Pläne, Trumau zu einer „plastikfreien Gemeinde“ zu machen. Die entsprechende Resolution fiel einstimmig aus.

Die Marktgemeinde will mit weiteren Maßnahme ihre Vorreiterstellung im Bereich des aktiven Umweltschutzes ausbauen. „Wir sind schon seit Längerem in nachhaltiger Umweltpolitik federführend“, sagt Bieringer. „So wurde etwa der Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat oder Maßnahmen zum Schutz von Wildbienen im Rahmen der ‚bienenfreundlichen Gemeinde‘ beschlossen, lange bevor diese Themen auf Bundes- oder EU-Ebene zur Sprache kamen.“

Nun habe die Bundesregierung zwar beschlossen, ab 2020 ein Verbot von Kunststofftragetaschen sowie von Mikroplastikpartikeln in Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln einzuführen und bis 2025 zu reduzieren, „allerdings sind diese Maßnahmen angesichts der dramatischen Lage nicht ausreichend. Alleine in Österreich werden jedes Jahr rund eine Milliarde Plastiksackerl ausgegeben. Das sind fast 2.000 Sackerl in der Minute“, so die Gemeinderätin.

Einige der geplanten Maßnahmen sind: Einwegtaschen durch Stofftaschen oder Einkaufskörbe zu ersetzen, ein weitgehender Verzicht auf Einwegplastik bei Gemeindeveranstaltungen, Unterstützung der Vereine bei der Vermeidung von Einwegplastik. Motivation der Wirtschaftstreibenden, sich an der Aktion zu beteiligen sowie die Sammlung von Vorschlägen aus der Bevölkerung zur Plastikreduktion.

Dazu SP-Bürgermeister und Nationalratsabgeordneter Andreas Kollross: „Ich bin stolz, dass wir als Gemeinde einmal mehr ein Zeichen für ökologisches Bewusstsein setzen und dazu beitragen, die guten Lebensgrundlagen auch für zukünftige Generationen zu erhalten.“

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