Home-Invasion im Bezirk Baden flog auf

Die Urteile sind gefällt: Vier junge Männer standen vor Gericht, weil sie den Raubüberfall auf ein betagtes Ehepaar im Bezirk Baden geplant hatten.

Erstellt am 10. Dezember 2021 | 09:17
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Einbruch Einbrecher Symbolbild
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Foto: Shutterstock, tommaso79

Weil einer der Beteiligten „kalte Füße“ bekommen hat und statt an der geplanten Home-Invasion teilzunehmen zur Polizei ging, konnte ein Überfall auf ein sehr betagte Ehepaar verhindert werden. Vier junge Männer standen deshalb jetzt vor Gericht.

Ein 18-jähriger Serbe und sein 31-jähriger Schwager sind die Hauptangeklagten in dem Prozess, zwei Mittäter saßen neben ihnen auf der Anklagebank. Die Serben hatten die Idee, ihre finanziellen Probleme mit einem bewaffneten Raubüberfall zu beenden. Der Jüngere kannte als Pflegeschüler die Opfer. Beide gaben zu, das Komplott geplant zu haben, allerdings sagte der Schwager, dass er nie wirklich in das Wohnhaus eindringen wollte.

Der junge Mann, der den geplanten Coup der Polizei verraten hatte, erzählte vor Gericht, dass man über eine Whats-App-Gruppe diskutiert und geplant habe, unter anderem über den besten Zeitpunkt für die Tat im Oktober.

Der Schwager sollte die Waffen und das Fluchtauto organisieren und der Viertangeklagte, 19, hat mehrere Handyverträge abgeschlossen und die teuren Handys wurden dann verkauft, um Geld zu lukrieren. Der Schwager verwendete das Geld dann allerdings für seine Familie, „wir waren von der Delogierung bedroht“. Der Drittangeklagte ist erst 15 Jahre alt und hätte wohl Aufpasserdienste leisten sollen.

Schlussendlich waren wohl alle Beteiligten froh, dass es nie zu der Tat gekommen ist. Trotzdem gab es Strafen, für den 18-jährigen zehn Monate bedingt, für seinen erwachsenen Schwager 18 Monate, davon drei unbedingt und für den Drittangeklagten sechs Monate bedingt. Der Prozess gegen den Viertangeklagten, der die Handy-Verträge abschloss, wurde vertagt. Alle Urteile sind nicht rechtskräftig.