Baden: Frisör-Neueröffnung mit Hindernissen

Peter und Daniela Haas haben aufregende Reise hinter sich, die zum Neustart ihres Friseurshops am neuen Standort führte.

Erstellt am 13. Februar 2021 | 03:45
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Peter und Daniela Haas beim Soft-Opening am Montag mit ihrem Sohn Jakob, der am Mittwoch seinen 5. Geburtstag feiert.
Foto: Fussi

Peter und Daniela Haas (Haas & Haas OG) feiern heuer den 70-jährigen Bestand des Familienunternehmens in der dritten Generation. Danielas Großvater hat es 1951 in der Grabengasse 3 eröffnet. 2009 haben sie das Ursprungsgeschäft übernommen.

Das Jubiläum wird am neuen Standort Erzherzog-Rainer Ring 13 gefeiert, wo sie 2019 „eine Location mit Geschichte“ entdeckt haben. In der ehemaligen Cocktailbar la bodeguita haben die beiden ihre neue berufliche Heimat gefunden. „Nach 70 Jahren am selben Standort wagen wir den Schritt in eine neue Zukunft“, freut sich Peter Haas.

Die Reise bis zum Neustart war aufregend. „Eigentlich wollten wir nur das Erdgeschoß haben. Es wurde uns aber auch die obere Wohnung angeboten, wo wir die Räumlichkeiten extrem cool gefunden haben“, erklärt der Meisterfriseur. Dann kam aber eines nach dem Anderen.

Rückschläge machten allen zu schaffen

Zuerst hat sich eine Mitarbeiterin schwer am Fuß verletzt, dann musste statt Fliesen ein Estrich hinein. Zuvor aber musste die Decke für die Treppe, die nach oben führt, geöffnet werden. Für den Umbau mussten Genehmigungen eingeholt werden – „es erwies sich als Spießrutenlauf zwischen Behörden, Planung und Handwerkern.“. Die Lockdowns wusste das Ehepaar Haas gut zu nützen, wobei anfangs die Angebotslegungen erschwert waren. Es gab immer wieder Rückschläge, erinnert sich Peter Haas. Durch Corona verzögerten sich die Lieferungen und auch die Handwerker. „Zu guter Letzt hat uns der Estrichbauer noch einen falschen Estrich eingebaut, sprich fünf Wochen Verzögerung wegen der Trocknung.“ Mit September haben sie ihren ersten Lehrling eingestellt, gefolgt von zwei Mitarbeiterinnen. Nach Lockdown 2 erfolgte eine schnelle improvisierte Übersiedelung, damit sie zumindest im Erdgeschoß das Geschäft eröffnen konnten. „Aber es kam noch etwas auf uns zu: Die Friseurstühle und die Waschbecken wurden nicht geliefert. Somit haben wir diese aus dem alten Geschäft geholt und am Ring installiert.“

Übersiedlung zwischen zwei Lockdowns

Knappe zwei Wochen konnten sie offenhalten, bevor Lockdown 3 angekündigt wurde. Dazwischen sind kurz vor Weihnachten die Friseurstühle und die Waschbecken geliefert worden. Ein Rundruf auf Facebook und Instagram zeigte Erfolg – einige brave Helfer konnten beim Abladen helfen. „Zum Glück gibt es auch immer wieder Lichtblicke am grauen Himmel“, meint Peter Haas. Lockdown 3 sei dann zweischneidig gewesen: Einerseits waren da die entgangenen Umsätze und andererseits hatte man wieder Zeit, sich um die Baustelle zu kümmern.

Appell: Niemals den Glauben verlieren

„Mit 8. Februar sind wir fast fertig und sehen Licht am Ende des Tunnels, wobei wir uns auf die neuen Gegebenheiten erst einstellen müssen und noch einige Kleinigkeiten fehlen“, erklärt Haas. „Auch in extrem schwierigen Zeiten kann man Positives bewegen.“ Und er appelliert an andere: „Solche Veränderungen sind niemals einfach, aber verliert niemals den Glauben an euren Ideen und versucht sie umzusetzen.“ Man habe noch viele Ideen im Kopf „und wir als Team werden daran wachsen“, ist Haas überzeugt.