Heiligenkreuzer Feuerwehr bangt um Oleh Klofa

Erstellt am 19. März 2022 | 05:47
Lesezeit: 2 Min
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Kommandant Stellvertreter Christian Schalk, Oleh Klofa und Kommandant Christof Schöny bei der Verabschiedung des Ukrainers im Vorjahr.
Foto: Feuerwehr
Kameraden der FF Heiligenkreuz sorgen sich um ihr ukrainisches Mitglied.
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Oleh wurde in Stryi, Ukraine, geboren und ist jetzt 29 Jahre alt. Er kam zum Theologie-Studium an die Hochschule Heiligenkreuz, fand rasch Anschluss im Gemeindeleben. Seit Dezember 2014 war er Mitglied der FF Heiligenkreuz.

Er absolvierte die Grundausbildung, sowie Atemschutz- und Erste Hilfe Ausbildung, neben dem Erwerb des Führerscheins schloss er auch noch die Module Führungsgrundlagen und Sachbearbeiter Feuerwehrmedizinischer Dienst ab. Er erwarb auch die Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber.

„Es macht mich sehr besorgt, einen Freund so zu hören.“

2021 kehrte Oleh in seine Heimat zurück und heiratete, er lebt mit seiner Frau nahe Lemberg. Zu Beginn der Kämpfe wurde er in eine Kaserne eingezogen. Oleh ist dort als Abteilungssanitäter tätig und unter anderem für die Ausbildung von Sanitätern im Feld zuständig. Er berichtet, es fehle vor allem an Verbandsmaterialien, blutstillenden Kompressen und Verbände sind begehrt, aber auch Mangelware, viele Verletzungen könnten nicht richtig versorgt werden. „Ich stehe immer wieder in Kontakt mit Oleh. Wenngleich er versichert, dass es ihm gut gehe, er einen kühlen Kopf bewahre und wir das vereinbarte Bier sicher genießen werden und alles schon werden wird, so ist doch ein Klang in seiner Stimme, den ich so nicht von ihm gewohnt bin“, ist Kommandant-Stellvertreter Christian Schalk betrübt.

Sonntagabend verschlechterte sich die Stimmung, da auch die die Westukraine bombardiert wurde. Oleh klinge nun äußerst besorgt. Er sagte: „Christian, wir leben. Vielleicht noch…“ Schalk ist betrübt: „Es macht mich sehr besorgt, einen Freund so zu hören.“

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