Unfall stundenlang unbemerkt: 28-jähriger Pkw-Lenker tot. Ein tödlicher Verkehrsunfall ereignete sich am Freitag in den frühen Morgenstunden auf einer Landstraße zwischen Moosbrunn (Region Schwechat/Bezirk Wien-Umgebung) und Trumau (Bezirk Baden).

Von Stefan Obernberger. Erstellt am 27. Dezember 2013 (13:08)
NOEN, Thomas Lenger, Stefan Obernberger
Verkehrsunfall in Moosbrunn/Trumau
Von Stefan Obernberger

In einer leichten Rechtskurve am „Trumauer Spitz“ kam der 29-jährige Markus S. mit seinem Firmenwagen von der Straße ab, schlug nahezu ungebremst in das Ufer des „Kalten Ganges“ ein, und blieb anschließend im Bach liegen.

Laut Notärztin dürfte der tragische Unfall bereits am frühen Morgen passiert sein, bemerkt wurde er jedoch erst gegen acht Uhr morgens.

Kopfverletzungen sofort erlegen: Hilfe kam bereits zu spät

Obwohl kürzeste Zeit nach Notrufeingang die Rettungskräfte vor Ort waren – darunter zwei Notarztteams – kam für den jungen Mitterndorfer jede Hilfe zu spät.


„Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war schnell klar, dass dem Mann zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr geholfen werden konnte“, so Stefan Spielbichler von 144-Notruf NÖ.

Der Pkw-Lenker dürfte bei dem Aufprall so schwere Kopfverletzungen erlitten haben, dass es für ihn keine Rettung mehr gab. Er war auf der Stelle tot.

Fremdverschulden ausgeschlossen, Verunglückter hinterlässt Familie

„Mögliches Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden, die Staatsanwaltschaft hat keine weiteren Ermittlungen angeordnet“, heißt es von einem Exekutivbeamten im NÖN-Gespräch. Weshalb der junge Mann von der Straße abkam, wird somit für immer eine unbeantwortete Frage bleiben.

Gerüchte, denen der 29-Jährige zufolge auf dem Weg zur Arbeit war, konnten rasch widerlegt werden, er befand sich nämlich in Urlaub. Dafür werden in der Zwischenzeit andere, weit tragischere Hintergründe bekannt.

„Der Verunglückte hinterlässt Frau und Kinder, was den Unfall gerade in der Weihnachtszeit noch schlimmer macht“, so Feuerwehr-Einsatzleiter Gerhard Löw.

„Dreigemeindeneck“ immer wieder Ort schwerer Unfälle

Für die Florianis ist die Unfallstelle bei Weitem kein unbekannter Ort. Immer wieder sei das sogenannte „Dreigemeindeneck“ (an dieser Stelle laufen die Ortsgrenzen Trumau, Velm und Moosbrunn zusammen) Schauplatz teils schwerer Verkehrsunfälle.

An einen ähnlichen Unfall mit tödlichem Ausgang kann sich Gerhard Löw, FF Trumau, aber nicht erinnern.

Im Einsatz standen:
ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 9
Notarztwagen Rotes Kreuz Schwechat
Rettungswagen Rotes Kreuz Oberwaltersdorf
Freiwillige Feuerwehr Moosbrunn
Freiwillige Feuerwehr Trumau
Polizeiinspektion Himberg

Weiterer Todesfall in eigenen Reihen: Bestürzung bei der Feuerwehr

Kaum rückten die Mitglieder der FF Moosbrunn nach dem belastenden Einsatz mit einem Toten wieder einsatzbereit ein, mussten sie zur Kenntnis nehmen, dass ein geliebter Kamerad in der Nacht auf Freitag auf tragische Weise ums Leben gekommen war: Ihr Kommandant-Stellvertreter verunglückte bei einem Schiunfall tödlich.