Oberwaltersdorf

Erstellt am 21. November 2018, 12:40

von Andreas Fussi

Udo Jürgens-Tribute Konzert steht an. Udo Jürgens - sein Leben, seine Liebe und seine Musik stehen im Mittelpunkt des Tribute Konzerts mit Schauspielerin Gabriela Benesch und Sänger & Pianist Alex Parker am Donnerstag, 22. November, in der Bettfedernfabrik Oberwaltersdorf (20 Uhr). Die Besucher dürfen sich auf seine größten Hits und spannendsten Geschichten freuen. Die NÖN verlost 2x2 Karten! Wer gewinnen will, mailt rasch an redaktion.baden@noen.at – Stichwort „Udo Jürgens“!

Sänger und Pianist Alex Parker und Schauspielerin Gabriela Benesch.  |  privat

An dem Abend werden sechzehn der berühmtesten Songs von Udo Jürgens gesungen und von Alex Parker am Klavier begleitet. Spannend, humorvoll und mit viel Feingefühl werden zudem Geschichten und Erlebnisse aus dem Leben von Udo Jürgens erzählt, die er in seinen persönlichen Aufzeichnungen niedergeschrieben hat.

Frau Benesch, worauf dürfen sich die Zuschauer freuen?

Gabriela Benesch: Auf einen packenden Abend voll wundervoller Melodien. Alex Parker singt Udo Jürgens größte Hits, als stünde der unvergessliche Weltstar selbst auf der Bühne. Dazu erzähle ich Geschichten und Erlebnisse aus seinem Leben und führe das Publikum durch diesen stimmungsvollen Abend, der Sie verzaubern, berühren und begeistern wird!

Was wollen Sie dem Publikum mit dem Konzert vermitteln?

Benesch: Wir wollen mit dem Konzertabend viel Freude bereiten! Das Publikum soll Geschichten, gute Musik, Poesie und gute Laune erleben und mit Freude im Herzen einen schönen Abend in Erinnerung behalten. Wir wollen das große Werk von Udo Jürgens hochleben und weiterleben lassen.

Wie kamen Sie auf die Idee, diesen Abend zu machen?

Benesch: Da gab es mehrere Wege die mich hinführten. Zunächst meine langjährige Freundschaft mit Jenny Jürgens. Wir lernten uns 1993 kennen und damals begegnete ich auch Udo Jürgens zum ersten Mal. Dann die Begegnung mit Alex Parker der Udo Jürgens auch persönlich kannte und sich immer wieder brieflich ausgetauscht hat. Er beschäftigt sich seit seinem 19. Lebensjahr mit dem Werk Udo Jürgens und singt seit langer Zeit diese wundervollen Lieder auf unvergleichliche Weise und mit großartiger Stimme. Und schließlich mein Lebensgefährte und unser Regisseur Erich Furrer der uns alle kennt und meinte, ihr solltet dem großartigen Künstler Udo Jürgens ein Konzert widmen.

Was war Udo Jürgens für Sie für ein Musiker?

Benesch: Er war ein fantastischer Jazzmusiker. Seine erste wichtige Reise führte ihn nach Pittsburgh, wo er für ein paar Dollar in den Clubs gespielt hat. Sämtliche großen Musiker kamen dorthin, immer wieder ist auch einer der großen Stars mit in die Session eingestiegen. Später musste Udo dann Lieder spielen, die für ihn geschrieben wurden. Erst als er begonnen hat, selbst zu komponieren, konnte er seine Gedanken, Bedürfnisse und Philosophien niederschreiben. Sein Ansatzpunkt dabei war immer: Was bewegt die Menschen? Bei Udo Jürgens muss man die Texte anhören. Sein Wunsch war immer, Lieder zu schreiben, die die Menschen singen und auf dem Weg zur Arbeit pfeifen. Ihm war es wichtig, zu komponieren –Melodien für ein richtig großes Orchester zu schreiben. Er hat mehr als 1000 Lieder komponiert.

Was ist Udo Jürgens für Sie?

Benesch: Er ist für mich ein Friedensbotschafter. Er hat sich immer gegen Neid, Gier, Größenwahn und Waffengewalt ausgesprochen und sich für eine friedliche, zwischenmenschliche Welt eingesetzt. Das spürt man in jedem seiner Songs.

Herr Parker, was fasziniert sie an den Songs von Udo Jürgens am meisten?

Alex Parker: Seine Kompositionen heben sich oft wohltuend vom gewöhnlichen Schlager ab. Seine Art den Quintenzirkel auszureizen, hat mich bereits sehr früh fasziniert. Ich spiele seine Lieder immer nach Gehör und da galt es so manche harmonische Nuss zu knacken...

Ihre Auftritte sind sehr gut besucht, mittlerweile gastieren Sie mit dem Programm im In- und Ausland. Wie reagiert das Publikum?

Parker: Da ich Udos Lieder ja bereits seit 20 Jahren öffentlich interpretiere, höre ich durchweg positive Resonanzen und es freut mich besonders, wenn ich es schaffe, Menschen, vor allem Frauen (lacht) von meiner Art der Interpretation zu überzeugen.

Deutsche Unterhaltungsmusik, vor allem der Schlager, wird oft belächelt, woran denken Sie, liegt das?

Parker: Der Hauptgrund ist die Fülle von vielen flachen und schwachen Schlagertexten, die es seit jeher gab, leider auch immer noch gibt und die dem Image deutschsprachiger Musik insgesamt nicht gerade förderlich waren. Ich sehe hier aber durchaus eine positive Entwicklung: was für die Jugend bis vor kurzem als absolut unschick galt, ist seit Helene Fischer, Sarah Connor und auch Alexander Klaws wieder salonfähig, man singt endlich wieder in unserer Muttersprache!