Pottendorfer ÖVP macht gegen Bauprojekt mobil

Erstellt am 15. Juni 2022 | 05:17
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8388159_bad24lenger_oevp_team_pottendorf.jpg
Das Team der ÖVP Pottendorf: Gerhard Pfneiszl mit Marianne Schmitner, Eva Sokele und Richard Lanmüller.
Foto: NÖN
Unterschriftenaktion gegen Bauprojekt gestartet.
Werbung

Die ÖVP Pottendorf lud am 10. Juni zu einer Pressekonferenz und kündigte dort an, gegen das geplante Bauprojekt in der Leitha Straße Unterschriften zu sammeln, um eine neuerliche Behandlung dieses Themas im Gemeinderat zu erreichen.

„Das Einzigartige an diesem gigantischen Vorhaben ist, dass mit nur einem Grundsatzbeschluss die gesamte Zukunft unserer Gemeinde entschieden wird“
Richard Lanmüller

Der geschäftsführende Gemeinderat Gerhard Pfneiszl erklärte: „Wir können dieses Vorhaben in dieser Form nicht akzeptieren, denn Pottendorf darf nicht Pottenstadt werden.“ Und Gemeinderat Richard Lanmüller fügte hinzu: „Von der ersten Erwähnung im Bauausschuss bis zum Beschluss des Weiterentwicklungskonzeptes im Gemeinderat sind nur 12 Tage verstrichen. Wir als ÖVP-Pottendorf haben gegen dieses Projekt gestimmt.“

Auf einer Fläche von 13 Hektar sollen ein Billa Plus, ein neues Sportzentrum, eine Kleingartensiedlung und fast 6.000 neue Wohnungen in mehreren Bauschritten in den kommenden 15 Jahren entstehen. „Das Einzigartige an diesem gigantischen Vorhaben ist, dass mit nur einem Grundsatzbeschluss die gesamte Zukunft unserer Gemeinde entschieden wird“, sagte Lanmüller.

Betroffen ist in erster Linie der Ortsteil Wampersdorf, hier sollen Entwidmungen stattfinden, wovon eine Vielzahl von privaten Grundeigentümern betroffen wären. Ganz bewusst würden 15 Jahre Dauerbaustelle in Kauf genommen. Pfneiszl setzte nach: „In den letzten Tagen haben uns viele besorgte Bürger kontaktiert, die mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden sind. Wir sind gegen dieses überfallsartige Bauvorhaben.“ In den kommenden Tagen will die ÖVP persönlich bei der Bevölkerung Unterschriften sammeln, um damit zu erreichen, dass das Projekt noch einmal im Gemeinderat behandelt wird. Wie genau die Unterschriftenaktion aussehen wird, will man jetzt planen.

„Es ist also noch nichts entschieden und bedarf ja auch noch immer entsprechender Beschlüsse im Gemeinderat.“

Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner, SPÖ, sagt zu den Vorwürfen: „Wir haben den Grundsatzbeschluss getroffen, um die Eckpfeiler des Projektes einzuschlagen. Es ist nur ein Grundsatzbeschluss, jetzt reden wir darüber selbstverständlich mit allen Parteien und alle weiteren Details müssen erst in den Ausschüssen besprochen und dann beschlossen werden.“ Man habe bereits begonnen, die Bevölkerung über das Projekt zu informieren und aufzuklären. „Es ist also noch nichts entschieden und bedarf ja auch noch immer entsprechender Beschlüsse im Gemeinderat.“

Werbung