Steinhof: Protest gegen Vollgas-Lkw. Andrea Lehner übergab Bürgermeister Franz Rumpler Petition, in der es um die unhaltbare Verkehrssituation in Steinhof geht. Ktritisiert werden unachtsame Lkw-Lenker.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 19. August 2020 (05:56)
Ex-Gemeinderat Josef Pichler, Petitions-Überbringerin Andrea Lehner, Bürgermeister Franz Rumpler und Stadträtin Birgitta Haltmeyer – gemeinsam will man eine Beruhigung des Schwerverkehrs in Berndorf/Steinhof bewirken.Presse
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„Über 50 Steinhofer haben die Forderung unterfertigt, da die Situation immer unerträglicher wird“, so auch Josef Pichler (ehemaliger ÖVP-Gemeinderat) und weiter: „Nochmals erwähnen möchte ich, dass unsere Bürger nicht gegen das Sandwerk auftreten möchten, das Gegenteil ist der Fall, wir sind alle sehr stolz, so einen wichtigen Betrieb für unsere Industrie (Bau, Stahl, Glas u.s.w.) bei uns beheimatet zu wissen“, sagt Andrea Lehner.

„Wollen keine rollenden Bomben mehr haben!“

Es gehe ganz einfach um einige unvernünftige Lkw-Lenker, „die ihre Vierzigtonnengefährte zu rollenden Bomben umfunktionieren und mit 90 km/h durch unseren Ortsteil Steinhof donnern“, so der Grundtenor der Kritik. Auch die Abdeckplanen (fast auf jedem Laster schon Standardausrüstung) werde nicht immer verwendet, dadurch wird während der Fahrt ständig viel Staub von den Fahrzeugen geweht. Auch wenn keine Plane vorhanden ist, gäbe es normalerweise kein Problem, da bei der Ausfahrt aus dem Dolomit Werk seit circa vierzig Jahren eine Sprenkleranlage installiert ist, wo der Lkw-Fahrer bei Durchfahrt ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen seine Ladung mit Wasser besprühen kann, wodurch das Abwehen von Feinstaub verhindert wird.

Bürge Forderung: „Tempo 30 für Steinhof“

Die Betriebsleitung des Sandwerkes sei auf jeden Fall sehr umsichtig, so werde auf Anordnung des Geschäftsführers, Herbert Haderer, seit vielen Jahren jeden Freitag die Steinhofstraße gekehrt, um Staubaufkommen zu dezimieren. „Es gibt auch sehr viele Lkw-Fahrer, die uns ein Gefühl vermitteln, als möchten sie ihre Lkw tragen und wir sind überzeugt, die verrichten ihre Arbeit in gleichen Maßen wie die Vollgaspiloten und schonen gleichzeitig auch noch Material und Bewohner von Siedlungen an Transportwegen“, ist Petititions-Initiator Pichler überzeugt.

Deshalb wollte man auch in Steinhof Tempo 30 für Lkw, vor allem, da bekannt ist, dass in Veitsau schon viele Jahrzehnte mit dieser Maßnahme der Bevölkerung geholfen ist. „Schön wäre auch, wenn man diese Verordnung öfter kontrollieren würde“, lautet eine weitere Forderung. Bürgermeister Franz Rumpler (ÖVP) hat bereits bei der Bezirkshauptmannschaft Baden eine 30er Zone beantragt und hofft auf eine rasche Umsetzung, um die Anrainer zu entlasten.