Sechs Tage bis zur Neuwahl in Kottingbrunn. Am 27. September wählen die Kottingbrunner erneut, wer sie im Gemeinderat vertreten soll.

Von David Steiner. Erstellt am 21. September 2020 (05:23)
Bei allen Fraktionen besteht der Wunsch, dank einer hohen Wahlbeteiligung in den Gemeinderat einziehen zu können.
David Steiner

Anders als beim Wahltermin Ende Jänner 2020 sind nun sieben statt sechs wahlwerbende Gruppen zugelassen: ÖVP, FPÖ, GRÜNE, SPÖ, die Bürgerlisten BL PRO, 1BFK und neu NK.

Aufgrund der Corona-Pandemie muss die Gemeinde Schutzmaßnahmen treffen. In den Wahllokalen wird es Abstandsmarkierungen, Desinfektionsmittel, ein Kontingent an Einwegmasken und ausreichend Kugelschreiber geben. Wie üblich kann auch via Briefwahl gewählt werden. Mehrere Parteien sind überzeugt, dass die kontaktlose Stimmabgabe so häufig wie nie zuvor genützt werden wird. Für die ÖVP, den großen Gewinner der Gemeinderatswahl am 26. Jänner (+9 Mandate), sind die Ziele und Vorhaben für Kottingbrunn unverändert. „Wir wollen auch nach der Wahl Kottingbrunn gemeinsam gestalten“, erklärt Bürgermeister Christian Macho.

Vizebürgermeister Klaus Windbüchler (BL PRO) will die Zusammenarbeit im Gemeinderat in der „vernünftigen, pragmatischen und freundschaftlichen Form“ der letzten Jahre weiterführen. Er hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung und einen positiven Zuspruch der Wähler. Die SPÖ will für die Wünsche, Sorgen und anliegen der Menschen in Kottingbrunn „eine laute Stimme im Gemeinderat“ sein, erklärt Spitzenkandidat Andreas Kieslich. In den letzten Wochen und Monaten habe seine Fraktion viele Gespräche geführt und die wichtigsten Themen, Ideen und Visionen für Kottingbrunn festgelegt.

Die Grünen blicken mit Spitzenkandidatin Gabriele Luksch positiv der Neuwahl entgegen. Sie rechnen sich Chancen auf ein drittes Mandat aus. FPÖ-Spitzenkandidatin Marianne Marek rechnet mit keinen großen Änderungen bei der Wahl. In der aktuellen Wirtschaftslage müssten die örtlichen Wirtschaftstreibenden gestärkt und jene unterstützt werden, die in der Coronakrise finanzielle Einschränkungen erfuhren.

Für die 1BFK ist ein Kernanliegen ein leistbares Leben und ein soziales, liebenswertes Miteinander. Spitzenkandidat Helmut Himmer sorgt sich weiterhin um die Gemeindefinanzen. Er befürchtet, die Schulden und Haftungen der Gemeinde und der Betriebs GmbH könnten auf die Bürger zurückfallen.

„Neues Kottinbrunn“ (NK) hat zum Ziel, ausreichend Stimmen zu gewinnen, um im Gemeinderat etwas bewegen zu können. „Eines unserer größten Anliegen ist, transparente Politik für alle Fraktionen zu gewährleisten“, erklärt Spitzenkandidat Wolfgang Muhsger.