Abschlusskonzert der 6. Musikakademie Ferdinand Rebay. Beitrag von Leserreporterin Christine Hollmann.

Erstellt am 11. September 2020 (06:44)
Christine Hollmann, Stift Heiligenkreuz Sammlungen, christine.hollmann

Ferdinand Rebay – internationale Anerkennung steigt – Musikakademie in Heiligenkreuz bringt Bekanntheit

Internationale Musikakademie Ferdinand Rebay konnte auch heuer – und zwar zum 6. Mal – in Stift Heiligenkreuz stattfinden. Natürlich mit der entsprechenden Vorsicht und unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften. Sogar eine taiwanesische Flötistin konnte auch heuer wieder teilnehmen, Yun-Ting Chiang war ein paar Tage vor ihrer Rückkehr nach Asien noch mit dabei.

Neben den bewährten Dozenten und Dozentinnen (Jeannie und Alexander Mayr für Gesang und Chia-Ling Renner-Liao und Wolfgang Renner für Flöte) war ein Dozent zum ersten Mal dabei: Thomas Müller-Pering leitete die Meisterklasse Gitarre. Er ist Professor an den Musik-Unis in Weimar und in Berlin und brachte zwei seiner Studenten mit: Danilo Kunze und Guy Woodcock. Die drei Gitarristen freuten sich über das Material, das sie im Heiligenkreuzer Musikarchiv (Leitung P. Roman Nägele OCist) sichten konnten. „Jetzt haben wir viel neues Repertoire,“ war ihnen wichtig. Und Prof. Müller-Pering meint mit Blick auf die Fenster des Musikarchivs: „… gegenüber, hinter den ersten drei Fenstern – dort liegen all jene Rebay-Schätze.“

Im Abschlusskonzert wurde ein buntes Rebay-Programm geboten. Guy Woodcock und Danilo Kunze spielten Sätze aus 2 Gitarre Solo Sonaten (in d-moll und in a-moll) und gemeinsam mit den Flötistinnen Yun-Ting Chiang, Kayoko Miyanaga, Stefanie Kugler und Maria Lausch Ausschnitte aus Sonaten für Flöte und Gitarre (etwa aus den Sonaten in E-Dur, D-Dur und d-moll).

Neben der weltweit großen Wertschätzung für Rebays Gitarre-Werken ist auch viel Neues für Flötisten/Flötistinnen zu entdecken.

Abgerundet wurde der Nachmittag durch Lieder und Arien (Schubert: Der Doppelgänger, Der Leiermann, Mendelssohn-Bartholdy… gesungen von Elisabeth und Michael Hiller). Bemerkenswert der junge Tenor William Stamenkovic mit einer Arie von Mozarts Idomeneo und – auch in seiner Mimik überzeugend – Brahms´ „Vergebliches Ständchen“. Sie alle wurden am Klavier von Rebay-Forscherin Dr. Maria Gelew begleitet.

Den Abschluss bildeten die Dozenten und Dozentinnen mit Schumann, Beethoven und Adam.

Abt Maximilian Heim OCist und P. Prior Meinrad Tomann OCist waren – wie auch andere „Heiligenkreuzer“ und Gäste des Stiftes – der Einladung von P. Roman Nägele OCist gefolgt und hörten im optisch wunderschönen, aber auch akustisch sehr guten Kaisersaal des Stiftes ein abwechslungsreiches Konzert –der Saal war corona-bedingt lockerer als sonst mit Sesseln bestückt, aber in dem erlaubten Ausmaß voll besetzt.