Rebay-Abschlusskonzert in Stift Heiligenkreuz. Beitrag von Leserreporter: christine.hollmann

Von NÖN Leserreporter. Erstellt am 31. August 2018 (19:38)
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User, christine.hollmann

5 Tage lang haben die Studierenden und ihre Dozenten sich in der Vorwoche (4. Internationale Musikakademie Ferdinand Rebay) mit Kammermusik-Werken von Ferdinand Rebay auseinandergesetzt: Die Ergebnisse wurden im Konzert im Kaisersaal des Stiftes Heiligenkreuz vor vollem Haus präsentiert. Abt Maximilian Heim OCist lobte die wissenschaftliche Arbeit von Rebay-Forscherin Dr. Maria Gelew im Musikarchiv des Stiftes (Leitung P. MMag. Roman Nägele OCist) und die Präsentation der Werke im Konzert.

Vor nunmehr schon mehr als 4 Jahren hat P. Roman OCist im Musikarchiv viele unveröffentlichte Werke des österreichischen Komponisten Ferdinand Rebay gefunden. Seither arbeitet Dr. Maria Gelew das Material auf.

Seit bald 2 Jahren werden sie nach und nach im „Rebay Project“ des dänischen Bergmann Verlags veröffentlicht – bisher wurden etwa 300 Werke, viele für Gitarre herausgegeben. Alan Bergmann Jensen hat den Kontakt mit den Musikern in Heiligenkreuz und die Stimmung genossen: „Und außerdem konnte ich in Stift Heiligenkreuz viel sehen und fotografieren – Bilder, die ich für die nächsten Rebay-Veröffentlichungen verwenden kann.“

Bei glücklicherweise nicht mehr heißem Wetter trafen einander Besucher, die Rebay schon kannten, neu Dazugekommene und Angehörige und Freunde der Musizierenden.
Der besondere Dank der SängerInnen (Sopran, Mezzo-Sopran, Tenor und Bass-Bariton waren vertreten) galt ihrer Arbeit mit Jeannie und Alexander Mayr, auch die Arie der Armina (Bellini: La Somnambula) und Bachs „Schlummert ein, ihr matten Augen“ (Kantate BWV 82) zeigten den Erfolg der Zusammenarbeit.

Rebays Lieder ( „Glück“, „Der böse Vogel“,…) und die Stücke für Gitarren und Flöten (Dozenten Milena Valcheva – Gitarre, Chia-Ling Renner-Liao und Wolfgang Renner) zeigten Rebay von verschiedenen Seiten (etwa die Sonate für Flöte und Gitarre, Spanisches Volkslied op. 34 /1, Tanzlied).

Maria Gelew begleitete in bewährter Weise die Instrumentalisten und die Sänger am Klavier.

Ihr dankte in seinem Schlusswort der Abt des Stiftes Heiligenkreuz Maximilian Heim OCist für die großen Fortschritte in 4 Jahren wissenschaftlicher Arbeit, für bis jetzt 4 Akademien und für das diesjährige Konzert. – Ein Erfolg auch für den Leiter des Musikarchivs P.Roman Nägele OCist.

Ein „Zuckerl“ gabs zum Schluss: Offenbachs „Barcarole“ gesungen von Jeannie und Alexander Mayr.