Das Radnetz wird weiter ausgebaut. Das ca. 20 Kilometer umfassende Radwegenetz der Stadt wird verdichtet. Startschuss für nächste Etappe im Frühjahr.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 06. März 2018 (05:18)
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Helga Krismer und Stefan Szirucsek bei der Präsentation des Badener Radkonzepts für die nächste Zeit.
NOEN, Fussi

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit wurde wie berichtet mit der Erstellung eines neuen Verkehrskonzeptes beauftragt. Jetzt liegen die vorgeschlagenen Maßnahmen und Anmerkungen vor und dienen als Grundlage für die nächsten Schritte. Was im Verkehrskonzept zum Thema Radverkehr in Baden herausgekommen ist, präsentierten nun VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek und Vizebürgermeisterin Helga Krismer von den Grünen.

Neue Pläne wurden präsentiert

Krismer gab zu verstehen, dass ihr das Verkehrskonzept „sehr am Herzen liegt“. Sie habe sich daher gefreut, dass das Kuratorium die Stadtgemeinde in vielen Bereichen für ihre innerstädtischen Maßnahmen über Jahrzehnte gelobt habe – angefangen von der Errichtung einer Fußgängerzone Anfang der 70er Jahre. Radfahren sei als stadttaugliches und umweltfreundliches Verkehrsmittel in der Mitte der Gesellschaft angekommen, freut sich auch Szirucsek und verweist auf das zirka 20 Kilometer umfassende Radwegenetz der Stadt Baden.

„Das hervorragend ausgebaute Radwegenetz auf einer Gesamtlänge von ca. 20 Kilometern Länge sorgt dafür, dass man in Baden rasch und sicher von A nach B gelangt“ – davon konnten sich Stefan Szirucsek und Helga Krismer bei einem Fototermin vor bald einem Jahr selbst überzeugen.
NOEN, Dusek

„Um diese Entwicklung zu fördern, legt die Stadt auf eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Rad-Infrastruktur großen Wert“, so der Stadtchef – auch um den Status als Gesundheits-Stadt und Bildungsstandort gerecht zu werden. Der Bürgermeister kündigte an, „ab dem kommenden Frühjahr weitere gezielte Maßnahmen zur Verdichtung unseres Radwegenetzes umsetzen.“

„So manche Radwege würden wir heute so nicht mehr machen.“ Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne

Krismer ergänzte, dass diese Erweiterungen nach den Anforderungen der Benutzer geplant werden sollen. Denn: „Daher haben wir parallel zur Erstellung eines neuen Verkehrskonzeptes durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit auch die Radfahrer selbst in diesen Planungsprozess eingebunden und ihre Wünsche und Anregungen in die Planung einfließen lassen.“

Krismer gibt aber zu, dass sich in der Planung der Radwege einiges geändert habe. „So manche Radwege würden wir heute so nicht mehr machen.“ Als Beispiel nennt sie etwa den von der Fahrbahn „in gutem Glauben“ abgetrennten Radweg in der Wienerstraße. Durch diverse Zwischenräume, in denen Autos parken, sei der Radweg unsicher geworden. Es gebe nun mehrere Varianten, wie man das Radfahren dort sicherer machen könne. Die Kosten-Nutzen-Relation stehe dabei im Vordergrund.

Sicherheit stand im Vordergrund der Planungen 

Die größte geplante Veränderung sei der Lückenschluss im Bereich der Trudo Exner-Brücke in Leesdorf. Der Unfallhäufungspunkt soll dort sicherer werden. Szirucsek betont den Beitrag zur Verkehrssicherheit. Ebenso am Programm steht der vierte Bauabschnitt für den Radweg Richtung Haidhofsiedlung, der 2019 angegangen werde.

Großteils sei man sich über die geplanten Maßnahmen einig. Dissens herrsche noch zwischen Grünen und ÖVP, was die Öffnung der Weilburgallee anbelange. Die bisher von 19 bis 8 Uhr genehmigte Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer werde wahrscheinlich auf 10 Uhr ausgedehnt, angeglichen an die Ladetätigkeit – so die Empfehlung des Kuratoriums.

Ein weiteres Ziel sei der Lückenschluss in der Dammgasse entlang der Bahn. Auch das Problem von Radwegen entlang parkender Autos wurde vom Kuratorium behandelt.

Was die Umsetzung aller Radfahrmaßnahmen gesamt kosten werde, stehe noch nicht fest, da man sich erst in der Planung befinde. Ziel aller Maßnahmen sei jedenfalls, den Radverkehr in der Stadt weiter zu steigern, Schon jetzt liege Baden im Vergleich zu anderen Städten hier sehr gut.

 

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