Pristou will E-Busse für Stadt. Empfehlungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit für Maßnahmen in Baden im Gemeinderat präsentiert. Beherzte Wortmeldung von Wolfgang Pristou zum Thema.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. Mai 2018 (05:17)
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Die Präsentation des generalüberarbeiteten Verkehrskonzeptes wurde nun im Gemeinderat behandelt. Auf über hundert Seiten hat das im März 2016 beauftragte Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) das Ergebnis umfangreicher Erhebungen und Verkehrszählungen dargelegt und Empfehlungen für Verkehrsmaßnahmen in der Stadt ausgesprochen. Diese können auf der Homepage der Stadt Baden nachgelesen werden.

Wolfgang Pristou plädiert auch für Öffnung der Fuzo für Radfahrer.
NOEN, Fussi

Besonders großer Raum wurde dem Radverkehr eingeräumt. Unter anderem wird die Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer empfohlen. „Ich wäre dafür“, sagte Gemeinderat Wolfgang Pristou (ohne Fraktion). Zumindest versuchsweise, „mit Schritttempobegrenzung“. Für diese Bemerkung vergab ihm Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) „ein Klimasternchen“.

„Wenn alle Radfahrer so wie Du fahren, wäre das kein Problem“

Dennoch sei der jetzige Weg in Baden der richtige, mit der Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer nur in der Lieferzeit, zwischen 19 und 10 Uhr. Leopold Habres, Sicherheitssprecher der ÖVP, meinte zu Pristou: „Wenn alle Radfahrer so wie Du fahren, wäre das kein Problem.“ Er wisse aber von Senioren, die sich immer wieder über zu schnell fahrende Radfahrer beschweren. Besser wäre, man schiebe sein Rad durch die Fuzo.

Citybusverkehr soll mit Elektrobussen abgewickelt werden

Aber auch dem ruhenden Verkehr und dem Parkraumproblem wurde im Konzept Platz gewidmet. Dieses Thema müsse nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie über die Aufstockung des Parkhauses Römertherme noch diskutiert werden. Interessant ist, dass der eigentlich der Elektromobilität skeptisch gegenüberstehende Wolfgang Pristou die Empfehlung des KfV, den Citybusverkehr mit Elektrobussen abzuwickeln, begrüßt.

Denn die bisherigen Diesel-Autobusse seien oft leer und die Fahrer würden bei laufendem Motor warten. Pristou: „Die Stadt wäre der ideale Einsatzort für E-Fahrzeuge, im Besonderen in Verbindung mit der Badener Bahn, wo die Busse in Fahrpausen über den Fahrdraht der Lokalbahn aufgeladen werden könnten.“ Der einzige Nachteil von E-Bussen sei der höhere Anschaffungspreis.

Stadt wäre der ideale Einsatzort für E-Fahrzeuge

Die Generalüberarbeitung des Verkehrskonzeptes wurde bis auf die drei Enthaltungen durch die Bürgerliste „Wir Badener“ (Christine Witty, Nobert Anton, Jowi Trenner) mehrheitlich angenommen.

 

 

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