Rege Debatte ums Parken

Grünen ließen zu Themen Parkplatzsituation, Autochaos und ruhender Verkehr diskutieren.

Andreas Fussi
Andreas Fussi Erstellt am 13. November 2018 | 04:10
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Parken Parkplatz Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, pedrosala

Das Stadtforum der Grünen Baden drehte sich vorige Woche ums Thema „Parken! Aber wo?“. Zahlreiche Interessierte fanden sich im At the Park Hotel ein, um gemeinsam mit Betroffenen und Grünen Mandataren das Verkehrskonzept zu analysieren, Visionen zu erarbeiten und Lösungen zu finden.

Unter der Regie von Gemeinderat Stefan Eitler konnten die Teilnehmer ihre Gedanken zum Thema darlegen. Zuvor hatte Gemeinderat Christian Ecker anhand von Foto-Vergleichen von früher und jetzt die diversen Problemfelder skizziert. Es wurden dann fünf Themenbereiche genannt, zu denen sich Arbeitsgruppen bilden sollten, um mögliche Lösungen zu erarbeiten.

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Stadträtin Andrea Kinzer (l.) mit einem Teil der Stadtforums-Teilnehmer.
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Sehr rege beteiligte sich unter anderem Herrenmodenhändler Erich Hanai an der Debatte. Er kritisierte etwa, dass beim Wochenmarkt am Brusattiplatz „Entscheidungen über die Wirtschaftstreibenden hinweg getroffen“ wurden. Die Idee sei zwar gut, dass es mehr Frequenz bringe, bezweifle er und nannte Wiener Neustadt als Negativbeispiel. Eine Steuerberaterin meinte, der Markt an einem Freitag sei für Händler und Dienstleister „nicht optimal“.

Der Wochenmarkt solle lieber auf ander Plätze ausweichen, damit der Parkplatz an dem Tag erhalten bleibe. Ein HLA-Lehrer kritisierte, dass der Schutzweg bei der Ecke Malchergasse/Kaiser Franz-Ring, kaum respektiert werde. Die Autofahrer würden sich nicht an das 30-km/h-Limit halten und somit die rund 750 dort täglich überquerenden Lehrer und Schüler gefährden. „Man muss auf Holz klopfen, dass bislang nichts passiert ist.“ Eine Diskutantin regte an, wie in Mödling Tempo 40 in der ganzen Stadt einzuführen.

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Stefan Eitler fungierte als Moderator des Diskussionsabends.
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Auch die Pflanzung von Bäumen am Straßenrand, die dazwischen keine zwei Autos zum Parken zulassen, wurde angeregt diskutiert, ebenso wie „die depperten Ohrwaschln“.

Ein Teilnehmer kritisiert, dass es etwa beim Brusattiplatz keine Parkplätze gebe, um kurz anzuhalten, um etwa Kinder vom Kindergarten abzuholen. Ein anderer meinte: „Alle glauben, wir haben ein Recht auf einen Parkplatz, aber das haben wir nicht.“

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Christian Ecker verglich aktuelle Verkehrssituationen mit früherer.
NOEN

Bei der abschließenden Lösungsrunde wurde angeregt, die Baumabstände an die Autolängen anzupassen und Baumscheiben ohne Randsteine zu schaffen. Beim Brusattiplatz sollten 30 Minuten Parkplätze für Erledigungen geschaffen werden. Überdies solle die Verweildauer erhöht werden durch bessere Parkraumbewirtschaftung. Allgemeiner Tenor war, das Parkdeck Römertherme auszubauen und Shuttlebusse zu Parkplätzen an der Peripherie zu überlegen. Zudem solle der Citybus ausgeweitet werden.

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