Gedächtnis der Stadt im ​​Badener Stadtarchiv. Auf eine Woche wird der Tag der Archive im Stadtarchiv Baden erweitert. Aus gutem Grund, Archive sind voll der Erinnerungen.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:17)
Bürgermeister Stephan Szirucsek machte sich schon vor dem Tag der Archive ein Bild über die vielen Schätze im Stadtarchiv, hier mit Ulrike Scholda sowie Birgit Doblhoff-Dier und Ulrike Fritsch.
NOEN

Es gibt für jeden Anlass einen Tag – so gibt es auch einen „Internationalen Tag der Archive“, wo natürlich das Badener Stadtarchiv im Rollettmuseum mit dabei ist und das gleich eine ganze Woche lang (7. bis 13. Juni). Weil im Stadtarchiv gibt es so viele besondere und verborgene Schätze, dass man die nicht in einem Tag zeigen kann, deshalb die Ausdehnung des Tages auf eine Woche.

 Dabei zeigt man eh nur die Dinge, die sonst nie gezeigt werden, „unser Stadtarchiv ist eine richtige Fundgrube“, weiß auch Bürgermeister Stephan Szirucsek, ÖVP. „Das Stadtarchiv Baden dokumentiert die Geschichte der Stadt und besitzt wertvolle Quellen bis ins 13. Jahrhundert zurück“, fasst Ulrike Scholda, Leiterin der Abteilung Museen zusammen. „So berichtet ein besonderes Buch über die Ereignisse des Jahres 1683, als Baden von den Türken zerstört wurde. Das ‚Gedenkbuch bei der Statt Baaden de Anno 1683‘ gibt darüber Auskunft.“

Hier kann man nachschmökern, wer in Baden Ehrenbürger war.
PSB/SAP, PSB/SAP

Besonders aufwändig ist ein etwas jüngeres Buch gestaltet: Das Bürgerbuch von Baden, welches 1809 begonnen wurde, „und es hat besonders schön geschriebene handschriftliche Einträge“, macht Scholda neugierig. Aufgelistet werden darin nämlich die Namen namhafter Bürger und ihr Eid, den sie damals schwören mussten, um zum Ehrenbürger ernannt zu werden. „Wer also mehr über das damlige ‚Who is Who‘ erfahren will, der sollte vorbei kommen“, ins Stadtarchiv, das im Rollettmuseum beheimatet ist. Das Stadtarchiv ist somit aber nicht einfach ein Lagerplatz alter Dokumente, vielmehr ist es eine wichtige Forschungsstätte, „im Stadtarchiv werden wichtige Informationsträger zur Stadtgeschichte aufbewahrt, die zur wissenschaftlichen Forschung genutzt werden“, macht Scholda klar.

Und auch Szirucsek würdigt das Archiv: „Das Stadtarchiv ist das Gedächtnis unserer Stadt für die nachfolgenden Generationen und ist eine echte Fundgrube für alle, die das Besondere an unserer Stadt schätzen und sich näher mit der Geschichte auseinandersetzen wollen.“