"Mythos" in Baden geht weiter. Die Ausstellung „Mythos Ludwig van“ ist wieder offen. Es gibt viele neue Dinge zu sehen, wie sein Gehstock oder seine Brille.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 11. Dezember 2020 (03:13)
Die von Nadia Rapp-Wimberger kuratierte Ausstellung „Mythos Ludwig van“ im Kaiserhaus wird verlängert.
NOEN

Eigentlich läuft die Ausstellung ja bereits seit dem 9. November 2019 – nur gesehen haben sie noch nicht so viele: „Mythos Ludwig van“. Wir wissen alle warum. Jetzt geht man in die Verlängerung bis 2. Mai und Ludwig van wird es wohl verzeihen, dass sein Jubiläumsjahr etwas untergegangen ist.

Mit dieser Woche, und dem vorläufigen Lockdown-Ende, dürfen ja zumindest die Museen wieder öffnen und somit auch die Ausstellung im Kaiserhaus, wo sich alles um den Mythos Beethoven dreht. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wird die Mythos-Fährte aufgenommen, wann und unter welchen Umständen besagter Mythos von Beethoven entstanden ist und wie er sich im Lauf der Zeit verändert hat.

Begonnen wird mit Beethovens Tod und dem Totenkult um ihn, dann wird seine Leidenschaft für die Natur aufgezeigt, in Baden war er viel spazieren. Nicht verschwiegen wird auch seine politische Vereinnahmung und Highlight sind die Reliquien wie eine Original-Haarlocke und ein Stück der Schädeldecke sowie das restaurierte Hammerklavier, auf dem Beethoven bei seinen Baden-Aufenthalten gespielt hat. Neu ist nicht nur ein Hörrohr, sondern auch Beethovens Brille aus seinen späten Jahren ausgestellt, die das Fortschreiten seiner Kurzsichtigkeit belegt. Spannend auch der Mythomat, mit dem Besucher  ihren eigenen Beethoven kreieren können.