Klagen über Raddiebstähle in Baden. Auf „Facebook“ mehren sich Einträge, wonach Fahrräder im Bereich des Bahnhofs entwendet werden. ÖVP-Stadträtin Carmen Jeitler-Cincelli sucht nach Lösung.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)
Philipp Grabner
Der Radabstellplatz am Badener Bahnhof ist Schauplatz zahlreicher Diebstähle, die Politik will die Situation verbessern

Immer wieder komme es in der Stadt zu ärgerlichen Fahrraddiebstählen – das berichtet nicht nur ein Badener Bürger der NÖN, auch zahlreiche Einträge im sozialen Netzwerk „Facebook“ deuten darauf hin. Vermehrt ist hier von gestohlenen Drahteseln zu lesen, viele Menschen sind verärgert.

"Oft nicht zur Anzeige gebracht"

Grabner
Christopher Seif (ÖBB): „Befinden uns mit Gemeinde in Gesprächen!“Stögmüller

Auch die Stadträtin für Wirtschaft und Stadtmarketing, Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) hat die gestiegene Anzahl an gestohlenen Rädern beobachtet. „Die Problematik ist, dass viele den Diebstahl offenbar gar nicht mehr zur Anzeige bringen, weil sie das Gefühl haben, das es den Aufwand nicht wert ist – wenn man mit der Polizei spricht, hört man jedoch, dass das nicht stimmt.“ Die Anzahl der Diebstähle lasse sich einfach reduzieren, indem man die sowieso am Bahnhof vorhandene Videoüberwachung auf die Radständer ausdehnen würde, sagt Jeitler-Cincelli zur NÖN.

Die Stadtpolitikerin erklärt, bereits mit den ÖBB Kontakt aufgenommen zu haben: „Dort wurde mir die Auskunft gegeben, dass eine Erweiterung der Videoüberwachung nicht in konkreter Planung ist, da die Kosten zu hoch wären.“

ÖBB/ Stögmüller

Die ÖVP-Stadträtin will weiterforschen: „Ich bin nun in Kontakt mit Anbietern, um zu eruieren, wo hier wirklich die Kosten liegen, da mir das zu hoch schien. Ersten Auskünften zufolge liegen diese weit unter dem genannten Betrag und es scheint eine Lösung um Kosten von unter 20.000 Euro zumindest auf den ersten Blick durchaus möglich“, meint sie. Nun wolle sie den ÖBB eine Lösung zu vertretbaren Kosten aufzeigen, ansonsten den Gemeinderat mit der Thematik befassen, „damit es eine Lösung in dieser Sache für die Bürger gibt!“

Vom Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen, Christopher Seif, hieß es in der Vorwoche, man sei bezüglich der Situation in Gesprächen mit der Gemeinde und man suche nach einer Lösung.

Oberst Walter Santin von der Stadtpolizei Baden lässt die NÖN Baden schriftlich wissen: „Jede zusätzliche Maßnahme ist zu begrüßen!“

 

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