Schutzzone am Bahnhof Baden bewährt sich

Die ersten Erfahrungen der Polizei mit der behördlich verordneten Schutzzone am und um das Bahnhofsgelände sind positiv.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 05:44
Der Bahnhof Baden ist seit 1. Mai eine Schutzzone.
Der Bahnhof Baden ist seit 1. Mai eine Schutzzone. 
Foto: JJ

Die Schutzzone gemäß § 36a Sicherheitspolizeigesetz entstand in Zusammenarbeit zwischen Stadtpolizeikommando, der Stadt Baden, den ÖBB, der Bezirkshauptmannschaft und dem Bezirkspolizeikommando Baden.

Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Hannes Jantschy berichtet: „Seit 1. Mai haben wir viermal nach der Schutzzonenverordnung eingreifen können. Sieben Personen wurden von Polizeibeamten weggewiesen. Große Erfahrungswerte haben wir noch nicht, aber im Sommer ist es am und rund um den Bahnhof, was eine gewisse Klientel betrifft, eher ruhig. Die Schutzzone wird in den Herbst- und Wintermonaten eine höhere Bedeutung erlangen, wenn bestimmte Personengruppen sich wieder vermehrt am Bahnhof aufhalten werden.“

Jugendliche und junge Erwachsene, teilweise auch mit Migrationshintergrund, würden sich in der warmen Jahreszeit eher in Parks und auf Spielplätzen aufhalten, aber natürlich weiterhin auch am Bahnhof.

„Solange bestimmte Gruppen niemanden stören, ist das kein Problem. Schwierig wird es nur, wenn jemand angepöbelt wird“, sagt Jantschy. Und wenn jenes Verhalten an den Tag gelegt wird, weswegen die Schutzzone am 1. Mai in Kraft getreten ist: Alkohol- oder Suchtmittelkonsum in der Öffentlichkeit, die Weitergabe von Alkohol oder illegalen Substanzen, Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen.

Gab es in der Vergangenheit Probleme mit einer gewissen Klientel und wurde die Polizei hinzugezogen, „so konnten die Beamten oft stundenlang mit den Leuten diskutieren. Die hatten dann Argumente in die Richtung parat, man habe nichts gemacht, warum soll man den Bahnhof verlassen, es gibt keinen Grund dafür. Wer sagt, dass wir den Bahnhof verlassen müssen, wo steht das geschrieben?“, beschreibt Jantschy die Problematik.

Durch die Schutzzonenverordnung habe die Exekutive eine rechtliche Grundlage, aufgrund derer eine Person weggewiesen werden kann. Diese darf dann für 30 Tage den Bahnhof nicht mehr betreten.

Die Schutzzonenverordnung gilt für sechs Monate.

Umfrage beendet

  • Befürwortet ihr die Schutzzone am Bahnhof?