Bezirkspolizeikommandant Jantschy wechselt von Baden nach Mistelbach

Bundesministerium für Inneres hat Bewerbung von Badener Bezirkspolizeikommandant Johannes Jantschy bereits zugestimmt.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 06:00
Lesezeit: 2 Min
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Günther Skrianz, Leiter des Kriminaldienstes (l.) mit Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Johannes Jantschy (r.).
Foto: JJ

20 Jahre lang war Johannes Jantschy der Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter im Bezirk Mistelbach. „Die Stelle in Mistelbach als Bezirkspolizeikommandant war vakant, ich habe mich darum beworben, weil dieser Bezirk für mich doch geografisch viel näher liegt als Baden“, erläutert der im Bezirk Gänserndorf wohnende Oberstleutnant.

„Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt“

Wenn er in Baden Dienst hat, fährt Jantschy rund 95 Kilometer „über die Tangente nach Baden. Von Gänserndorf nach Mistelbach ist es erheblich kürzer“. Im Bezirk Baden selbst habe es ihn „sehr gut gefallen. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt“. Seinen offiziellen Dienstantritt im Bezirk hatte Jantschy am 1. November 2019, zugeteilt für den Polizeidienst im Badener Bezirk war er bereits seit Juli 2019.

„Wann ich nach Mistelbach gehe, weiß ich nicht, vermutlich anfang März oder April dieses Jahres“ 
Johannes Jantschy

Wann er genau nach Mistelbach wechselt, steht noch nicht fest. „Fix ist nur, dass das Bundesministerium für Inneres meinem Wechsel zugestimmt hat und die Bewerbungsfrist für meine Nachfolgerin, respektive Nachfolger, mit dem vergangenen Wochenende endete. Wann ich nach Mistelbach gehe, weiß ich nicht, vermutlich anfang März oder April dieses Jahres“, sagt Jantschy. „Vielleicht ist dann die Nachfolge schon entschieden und der oder die Neue tritt gleichzeitig den Dienst an.“

Im Moment ist der Bezirkspolizeikommandant sehr damit beschäftigt, gemeinsam mit seinen Beamten „die sechste Schutzmaßnahmenverordnung für Corona zu überprüfen. Es gilt ja seit Montag auch Maskenpflicht im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Das bedeutet für uns Polizisten natürlich einen erheblichen Mehraufwand“. Die Gastronomen hätten alle Maßnahmen bis jetzt „tadellos mitgetragen. Sogar am Silvesterabend hat die Sperrstunde von 22 Uhr mit der 2 G-Regel klaglos funktioniert“, lobt Jantschy.

„Die jungen Männer hätten die Bombe gar nicht besitzen dürfen.“
Jantschky über die Kugelbombenexplosion in Klausen-Leopoldsdorf

Ein Schock hingegen war der tote Feuerwehrkamerad nach einer Kugelbombenexplosion in Klausen-Leopoldsdorf zum Jahreswechsel. Für Jantschy ein Beispiel, wie man es nicht machen soll: „Solche Kugelbomben werden meist aus Tschechien importiert und unterliegen der Klasse 4, das heißt, man müsste ausgebildeter Pyrotechniker sein, um damit fachgerecht umgehen zu können. Die jungen Männer hätten die Bombe gar nicht besitzen dürfen. Die Bombe wurde in ein Abflussrohr gegeben und mit dem Feuerzeug gezündet, das hätte elektronisch von der Ferne aus erfolgen müssen. Die Bombe fuhr sofort aus, traf den einen jungen Mann am Kopf und fügte diesem tödliche Verletzungen zu“, erläutert der Oberstleutnant. Der zweite Mann, der von der Kugelbombe getroffen wurde, sei mittlerweile außer Lebensgefahr.