Badner Bahn weiter abgesichert. WLB sind bis 2035 mit Weiterführung und Ausbau des Angebotes der Badner Bahn beauftragt.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 10. Dezember 2019 (04:08)
Klimaschutz wird auf Strecke Wien – Baden Ziel nähergebracht: Ludwig Schleritzko, Thomas Gruber, Wolfgang Schroll, Monika Unterholzner, Ulli Sima, Peter Hanke, Thomas Bohrn.
PID/Bohmann

Nach Vorarbeiten des Verkehrsverbunds Ostregion (VOR) sowie Finanzierungsgesprächen zwischen Wien, Niederösterreich sowie Verkehrsministerium steht nun fest: Die Wiener Lokalbahnen (WLB) sind für die Jahre 2020 bis 2035 mit der Weiterführung und dem Ausbau des Angebotes der Badner Bahn (Wien Oper – Baden Josefsplatz) beauftragt.

„Eine einzige Pendlerin auf der Strecke von Baden nach Wiener Neudorf spart durch die Benutzung der Badner Bahn statt des Autos durchschnittlich 940 kg CO2 pro Jahr – allein dieses Beispiel führt vor Augen: Der weitere Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist ein klarer Arbeitsauftrag auch der kommenden Generationen“, sagt die Wiener Umwelt- und Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

Mit dem unterzeichneten Verkehrsdienstevertrag sind Angebotssteigerungen in den kommenden Jahren genauso eingetaktet wie die Anschaffung einer neuen, modernen Fahrzeugflotte. Insgesamt umfasst der Auftrag eine Gesamtsumme von rund 700 Millionen Euro.

„Eine einzige Pendlerin auf der Strecke von Baden nach Wiener Neudorf spart durch die Benutzung der Badner Bahn statt des Autos durchschnittlich 940 kg CO2 pro Jahr"

Bereits mit Vertragsstart am 13. Dezember 2020 können sich die Fahrgäste über zusätzliche Kapazitäten von ca. 350.000 Zugkilometern freuen. „Das sind knapp 20 Prozent der aktuellen Leistung zwischen Wien Oper und Baden und entspricht einer 8,7-fachen Erdumrundung“, rechnet VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn vor. „Dieses Mehrangebot zeigt sich für die Kunden der Badner Bahn konkret etwa in der Ausweitung des täglich durchgängigen 15-Minuten-Taktes Wien Oper – Baden Josefsplatz von 5 bis 0.30 Uhr“, kündigt VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll an. Heute gibt es auf dem Streckenabschnitt den 15-Minuten-Takt nur bis 22 Uhr, danach fährt die Bahn nach Baden bis 23.42 Uhr im 30-Minuten-Takt.

Der neue Vertrag setzt sich aus einem Grundangebot und zwei Optionen zusammen, welche 2026 eine Verlängerung des 7,5-Minuten-Takts bis Traiskirchen und 2028 bis Baden Josefsplatz ermöglicht.

„Wir dürfen bei einer 15-jährigen Vertragslaufzeit nicht vergessen, dass sich die Mobilitätswelt weiterdrehen wird – so werden nächstes Jahr die Buslinien in der Region besser auf das Angebot von Badner Bahn und Südbahn abgestimmt“, erklärt Schroll, der zudem auf die anstehenden Ausbauten von Pottendorfer Linie, Innerer Aspangbahn und Südbahn mit dem viergleisigen Ausbau verweist.

Über 35.000 Fahrgäste pro Tag nutzen aktuell das Angebot der Wiener Lokalbahnen, pro Jahr sind das knapp 13 Millionen Reisende. Dies entspricht einer Steigerung von rund 20 Prozent in den letzten 10 Jahren.

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