1. Virtueller Neujahrsempfang in Baden

ÖVP Baden zog Bilanz und präsentierte Maßnahmen, die für heuer auf dem Programm stehen.

Erstellt am 29. Januar 2021 | 05:23
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Blick auf eine Seite von 11 von virtuellen Teilnehmern des Neujahrsempfangs der ÖVP Baden.
Foto: Screenshot/Fussi

Es war eine Premiere. Die Volkspartei Baden lud am Donnerstag zum 1. Virtuellen Neujahrsempfang via Zoom-Konferenz. „Corona zwingt uns viele Dinge neu zu denken. Auch wenn wir oft räumlichen Abstand halten müssen, so wollen wir das Miteinander trotzdem aufrecht erhalten“, hieß es dazu in der Einladung.

Bis zu 120 Teilnehmer von 159 angemeldeten verfolgten die Online-Veranstaltung, zu der Klubobfrau Petra Haslinger Willkommen hieß. Bürgermeister Stefan Szirucsek berichtete über die Gemeinderatswahl vor einem Jahr und dem für die ÖVP Baden so erfreulichen Ergebnis. Man habe den Auftrag den Weg für Baden fortzusetzen, erklärte er. Von 18 Mandataren sind acht neu im Gemeinderat, berichtete er und er freue sich über diese personelle Erneuerung.

„Die ÖVP ist die jüngste Partei, mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren im Vergleich zu 48 Jahren“, sagte Szirucsek. Dann wurden die ÖVP-Mandatare vorgestellt, dies passierte über kurze vorgefertigte Videos, in denen sich die Gemeinderäte kurz präsentierten.

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Bürgermeister Stefan Szirucsek bei seinem Referat während des ersten Online-Neujahrsempfanges, wo er auf die Sanierung des Kurparks einging.
Screenshot/Fussi

In seinem Referat nahm der Bürgermeister Bezug zur Koalition mit den Grünen und zur Konstituierung des Gemeinderates am 3. März. Dann kam der erste Lockdown, der „unseren Alltag gewaltig auf den Kopf gestellt“ habe. Auch in dieser Phase sei die ÖVP Baden aktiv gewesen, würdigte Szirucsek. „In dieser Phase ist der Mensch im Mittelpunkt gestanden und das Miteinander arbeiten.“

Gemeindearbeit lief im Schatten von Corona

Das Jahr 2020 sei ganz anders verlaufen als gewohnt. Szirucsek hob das Lieferservice der Wirtschaft und der Winzer hervor. Das Fotofestival habe viele Gäste nach Baden gebracht. Mit vielen Veranstaltungen habe man die Geschäftswelt unterstützt. Auch abseits von Corona sei viel passiert, etwa der Beschluss des Energiekonzeptes im Gemeinderat. Nach der Leistungsbilanz ging Szirucsek auf künftige Vorhaben ein. Da freie Parkplätze in de Stadt schwer zu finden seien, wurde ein Ziviltechnikbüro mit der Überarbeitung des Parkraumkonzepts beauftragt. Ziel sei, dass die Menschen leichter einen Parkplatz finden. „Die Lösung für diese unbefriedigende Situation wird bis zum Sommer vorliegen“, kündigte er an.

Weiters baue man das Radwegenetz weiter aus, so werde die Lücke des Radwegs zum Haidhof geschlossen. In den nächsten Jahren seien außerdem Investitionen auf den Spiel- und Sportplätzen vorgesehen. Auch das Projekt Bildungscampus neben der Pädagogischen Hochschule werde von allen Beteiligten unterstützt.

Klare Worte zur Verkehrssituation

„Das Areal ist durch Radwege und öffentlichen Verkehr gut angebunden. Eine Zufahrt soll über die Wiener Straße erfolgen. Auch den ruhenden Verkehr in der Gabelsbergerstraße und der der Emil Kraft-Gasse berücksichtigen wir. Gemeinderat Leopold Habres hat ein offenes Ohr für die Fragen der Anrainer.“

Baden sei in der Vergangenheit in vielen Punkten Vorreiter gewesen, sagt Szirucsek und nannte als Beispiel die Fußgängerzone,

den Beitritt zum Klimabündnis und die Errichtung des Energiereferates. Im Bereich der erneuerbaren Energien wolle er ein Gesetz der Bundesregierung abwarten, um dann bei den Ersten sein zu wollen, „die eine Energiegemeinschaft realisieren“ . Im Umweltbereich erinnerte Szirucsek an die Vermurungen im unteren Kurpark bei starkem Regen. „Hier setzen wir ein umfangreiches Maßnahmenprogramm um, das auf Speicherung und Versickerung der Niederschläge im oberen Kurpark setzt, um den unteren Kurpark und die Fußgängerzone zu schützen. Dieses Mehrjahresprogramm soll seinen Abschluss in der Sanierung des Undinebrunnens im Kurpark finden.“

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Michael Capek und Carola Krebs umrahmten mit vorher aufgezeichneten Zuspielungen den Empfang musikalisch.
Screenshot/Fussi

Zu guter Letzt ging der Stadtchef auf das Kulturleben ein, das Baden ausmache. Große Hoffnungen setze er in die Online-Plattform für Badener Kulturschaffende. „Stadtrat Michael Capek hat hier ein Projekt gestartet, das Badener Künstlern eine Bühne im Internet gibt“, schilderte Szirucsek. „Wir arbeiten daran, dass die Kultur in dieser Stadt eine Zukunft hat.“

Am Ende des Empfangs hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Diese reichten von der Martinek-Kaserne (der Verkauf soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein), über Sauerhof (Szirucsek rechnet mit Baubeginn Mitte März) bis zum Parkdeck Süd (Sanierung oder Neubau?), weiters Spitalsgärten (Alpenland arbeite an Einreichplänen, Verzögerung durch Corona-Cluster), Eislaufplatz („in Baden keine Zukunft“) und Frauenmuseum („mehr Ort der Begegnung als Museum“).

Zum Schluss stieß man virtuell mit Badener Wein an, den die angemeldeten Teilnehmer vorab zugestellt bekamen.