Tattendorfer Martin Aschauer: „Tierschutz ist Existenzfrage“

Erstellt am 09. Januar 2022 | 05:18
Lesezeit: 3 Min
Martin Aschauer arbeitet jetzt für seine Lieblingsorganisation „Vier Pfoten“.
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Martin Aschauer arbeitet seit kurzem als Senior Media Campaigner bei der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten International“. Zuvor war er jahrelang Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Global 2000, Österreichs größter unabhängiger Umweltschutzorganisation.

Tierschutz sei zur Existenzfrage geworfen, meint er auf die Frage, weshalb er sich für „Vier Pfoten“ engagiere. Kaum ein Lebensbereich sei nicht von Tierschutz betroffen, meint er. „Seit dem Auftreten der Covid 19-Pandemie ist klar, dass ein gutes Leben für alle nur im Einklang mit den Anliegen des weltweiten Tierschutzes zu erreichen ist. Wir sprechen in den Medien abstrakt von der Klimakrise und der Biodiversitätskrise, ‚framen‘ die Diskussion aber fast ausschließlich um den Terminus der CO2-Emission. Das greift für mich zu kurz, denn letztendlich bleibt es auf dieser Ebene der reinen Symptombekämpfung“, konstatiert Aschauer.

Er habe beschlossen, „nicht mehr länger über Symptome zu reden, sondern mich dort einzusetzen, wo ich für meine zwei Söhne den größten positiven Einfluss auf ihre Zukunft nehmen kann.“ Seine Leidenschaft für Medien und Tierschutz könne er als neuer Senior Media Campaigner von „Vier Pfoten“ tagtäglich ausleben – „was ein schönes und bereicherndes Gefühl ist“, erklärt er.

„Dass Pandemien und Tierschutz direkt zusammenhängen, ist bei vielen Entscheidungsträgern immer noch nicht angekommen.“ 
Martin Aschauer

„Vier Pfoten“ sei für ihn „die führende globale Tierschutzorganisation.“ Dass über neun Millionen Hunde und Katzen ermordet, geschlachtet und gegessen werden, darüber spreche man laut Aschauer in Österreich nicht. „Dass Pandemien und Tierschutz direkt zusammenhängen, ist bei vielen Entscheidungsträgern immer noch nicht angekommen.“ Für ihn stelle sich schon lange nicht mehr die Frage, ob die Menschen Tiere mit Respekt, Empathie und Verständnis begegnen sollen. „Ich nehme sie als gegeben an, damit wir als Gesellschaft in Zukunft überleben werden“, erläutert Aschauer.

„Wir befreien, retten und beschützen Tiere“

„Vier Pfoten“ zeige die Missstände nicht nur auf, „wir befreien, retten und beschützen Tiere darüber hinaus und das weltweit. In einem so internationalen Team von Vietnam, Australien, USA, Südafrika bis hin zu Österreich, Deutschland, Schweiz oder Rumänien zu arbeiten ist aufregend. Es gilt, global gesehen Impact zu erzielen“, betont Aschauer.

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