Vöslauer Gemeinderat mit Corona. Die Anzahl an Corona erkrankten Personen im Bezirk Baden ist mittlerweile auf zehn angewachsen. Unter anderem betroffen ist ein Gemeinderat aus Bad Vöslau.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 19. März 2020 (15:12)
Auch der Bad Vöslauer Bürgermeister Christoph Prinz wurde vorsichtshalber mit allen politischen Mandataren und Bediensteten, die im Rathaus Kontakt mit dem infizierten Gemeinderat hatten, unter Quarantäne gestellt.
Liste Flammer

Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner erklärt, dass alle zehn bislang infizierten Personen Heimkehrer aus dem Skigebiet Ischgl in Tirol seien.

„Das ist eindeutig rückführbar, sagt sie. Die Personen seien im Heimquarantäne und alle, die mit ihnen Kontakt hätten, wurde ebenso benachrichtigt, das Haus nicht zu verlassen. Die Methode nennt sich Contract Tracing, eine Art Umgebungsuntersuchung, die das Ziel verfolgt, Personen zu identifizieren die einen direkten oder auch indirekten Kontakt zu einer erkrankten Person hatten. Dabei werden alle potentiell infizierten Personen über das bestehende Risiko einer möglichen Ansteckung informiert und bezüglich notwendiger Maßnahmen informiert. Unter anderem sind auch drei Familien in Sooß davon in Kenntnis gesetzt worden und müssen zu Hause bleiben, sind aber nicht infiziert, so Sonnleitner. 

Unterdessen wurde bekannt, dass auch der Bad Vöslauer Gemeinderat Alexander Majewski an Corona erkrankt ist. Der Mandatar der Liste Flammer ist nach fünf Tagen bereits wieder fast beschwerdefrei und es gehe ihm gut. Gerüchte, wonach er beim Einkaufen gesehen wurde, seien „nicht zutreffend, er hält sich selbstverständlich an die Auflagen“, informiert Andreas Klingelmayer, Leiter der Allgemeinen Verwaltung im Rathaus Bad Vöslau.

Jene Personen, die aus dem Bereich der Stadtgemeinde mit ihm ab 10. März in Kontakt waren, seien von der Gesundheitsbehörde der BH Baden ebenfalls vorsichtshalber in Quarantäne geschickt worden. Soweit bekannt, gehe es allen gut und sie hätten keine Symptome. Darunter ist auch Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer), der die Bevölkerung via Klingelmayer grüßen lasse – es gehe ihm ausgezeichnet und er verbringe die Zeit der Quarantäne „in bester Gesundheit mit seiner Familie“, informiert Andreas Klingelayer.

Bezüglich indirekter Kontakte wurde keine unmittelbare Anweisung seitens der Gesundheitsbehörde ausgesprochen. Die Gesundheitsbehörde habe primär mit den direkten Kontakten Verbindung aufgenommen und die Situation abgeklärt. „Ich hatte aber bei allen Kontakten mit der Gesundheitsbehörde das Gefühl, dass diese Herrschaften wirklich wissen, was sie tun, die Vernetzung perfekt ist und die Organisation bestens läuft. Ich bin beeindruckt!“, lobt Klingelmayer.