Seibersdorf: Bürger stimmen ab über Windpark-Ausbau

Am Sonntag, 21. November fällt Entscheidung über Windpark-Ausbau.

Erstellt am 20. November 2021 | 05:47
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Vize Franz Püreschitz, Bürgermeisterin Christine Sollinger und Windpark-Bruck Geschäftsführer Michael Hannes-schläger.
Foto: Thomas Lenger

Die wahlberechtigten Bürgerinnen & Bürger von Seibersdorf und Deutsch Brodersdorf sind am kommenden Sonntag aufgerufen, über eine mögliche Umwidmung der Gemeinde für zwei geplante Windkraftanlagen abzustimmen.

Im Vorfeld wurde von der Gemeinde bereits festgelegt, dass ab einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent der Bevölkerung das Ergebnis für die Gemeinde bindend ist. Zu einem Lokalaugenschein lud der Betreiber Windpark Bruck an der Leitha zu einer Besichtigung der bereits 2017 errichteten sieben Anlagen. Im bestehenden Windpark Seibersdorf wird seit der Inbetriebnahme der Anlagen Ökostrom für ca. 16.000 Haushalte erzeugt.

Durch die Errichtung der beiden geplanten neuen Anlagen könnten künftig 24.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. Die höhere Effektivität spiegelt sich auch in den Dimensionen der Windräder wieder. Die Nabenhöhe wird ca. 165 Meter und der Rotordurchmesser 170 Meter betragen. Die bereits in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen haben eine Nabenhöhe von 135 Meter bzw. einen Rotordurchmesser von 115 Meter.

Für die Windparkbetreiber liegt der Vorteil des Standortes Seibersdorf in der bereits vorhandenen Infrastruktur. Die Argumente dafür sieht der Geschäftsführer des Energieparks Bruck/Leitha Michael Hannesschläger so: „Die Energiewende braucht mutige Schritte, um das gemeinsame Ziel, 100 Prozent Ökostrom bis 2030 und Klimaneutralität bis 2040 erreichen zu können“.

„Die Nutzung der Windenergie ist neben Sonnenstrom und Wasserkraft ein wichtiger Ansatz, die Felder unserer Bauern zeigen bereits heute, dass sich die Klimaerwärmung mit all ihren negativen Folgen auswirkt.“ Christine Sollinger

Auch Bürgermeisterin Christine Sollinger, ÖVP, ist von dem Projekt überzeugt: „Die Nutzung der Windenergie ist neben Sonnenstrom und Wasserkraft ein wichtiger Ansatz, die Felder unserer Bauern zeigen bereits heute, dass sich die Klimaerwärmung mit all ihren negativen Folgen auswirkt. Trockenheit und Starkregenereignisse schmälern die Ernteerträge, Mensch und Tier leiden unter der irreversiblen CO2-Belastung.“ Ihre Stimme abgeben können die Wahlberechtigten entweder im Gasthof Püreschitz von 8 bis 12 Uhr und am Gemeindeamt in Deutsch Brodersdorf von 8 bis 13 Uhr. Die Bürgermeisterin appelliert: „Nehmen Sie ihr Stimmrecht wahr und entschieden Sie mit, wie die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder aussehen soll.“