Seibersdorf und Deutsch Brodersdorf: 60,53 Prozent für Windkraft

Bei einer Abstimmungsbeteiligung von 50,77 Prozent der Bürger stimmten am Sonntag 60,53 Prozent für die zwei geplanten Windkraftanlagen.

Erstellt am 21. November 2021 | 16:05
Seibersdorf 60,53% Stimmen für Windkraft!
Foto: Thomas Lenger/monatsrevue.at

Wie berichtet (siehe auch unten), sorgten in Seibersdorf und Deutsch Brodersdorf zwei zusätzlich geplante Windräder, die zu den bereits sieben bestehenden Windkraftanlagen errichtet werden sollten, für Aufregung und eine Unterschriftenaktion . Daraufhin wurde für den Sonntag, 21. November, eine Volksbefragung angesetzt.

Bereits im Vorfeld legte sich der Gemeinderat fest, dass bei einer Beteiligung von mehr als 50% das Ergebnis bindend ist, was die Umwidmung für die beiden Anlagen betrifft. 

Bei der am Sonntag nun durchgeführten Abstimmung gaben 760 der 1497 wahlberechtigten Bürger ihre Stimme ab. 457 stimmten mit Ja und damit für , 298 stimmten mit Nein und damit gegen die geplante Umwidmung. Da sowohl die Wahlbeteiligung über 50% lag  und 60,53% der Bürger für die Umwidmung stimmten, war das Ergebnis klar. 

„Wir sind mit dem Ergebnis und vor allem mit der Beteiligung sehr zufrieden. Die Bürger hatten die Möglichkeit, ihre Meinung zur Abstimmung zu bringen und die Bevölkerung hat das auch klar gemacht“, so Bürgermeisterin Christine Sollinger (ÖVP). „Mit diesem Ergebnis können wir jetzt gut weiterarbeiten“, ist auch Vizebürgermeister Franz Püreschitz überzeugt. 

„In Seibersdorf haben 142 gegen das Projekt gestimmt und nur 124 dafür“, so Maria Fuchs, die Sprecherin der Bürgerinitiative, welche die Volksbefragung gefordert hatte. „Wir sind froh darüber, dass sich Seibersdorf so klar gegen die Windräder ausgesprochen hat. Dass die Bürger von Deutsch Brodersdorf die Windräder in ihrer Nähe haben wollen, überrascht uns. Wir werden das demokratische Ergebnis aber natürlich akzeptieren, ob tatsächlich die Anlagen kommen, wird das laufende Verfahren dann entscheiden“, so Fuchs. 

Jetzt gibt es für die notwendig Umwidmung grünes Licht. Ob die Anlagen errichtet werden, wird das Verfahren und die Umweltverträglichkeitsprüfung entscheiden.

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