Badener Ärztin: "Klimaschutz ist gesund". Heidrun Chen setzt Initiative, das Klimaschutzbegehren in Eintragungswoche 22. bis 26 Juni zu unterzeichnen, da die Klimakrise Auswirkungen auf die Gesundheit habe.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 19. Juni 2020 (05:45)
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Heidrun Chen liegt unser Heimatplanet Erde am Herzen. Das Klimaschutzbegehren ist ihr ein wichtiges Anliegen.
privat

Die Badener Ärztin Heidrun Chen, Gründerin der Plattform „nachhaltig-in-baden.at“, ist eine prominente Unterstützerin des aktuell laufenden Klimaschutzvolksbegehrens. „Mich beschäftigt es sehr, dass wir unsere einzige Erde und damit unsere Lebensgrundlage und vor allem die Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkelkinder zerstören und damit gleichzeitig die gesundheitlichen Schäden, die uns Menschen daraus erfolgen, in Kauf nehmen“, erläutert sie.

„Wem sein Körper wichtig ist, dem sollte auch die Umwelt wichtig sein. Ohne intakte Umwelt kann es auch für uns Menschen keine gute Gesundheit geben“, weiß Chen. Sie deutet damit an, dass noch nicht alle Leute wissen, dass die Menschheit bei Nichtbeachtung des Klimaschutzes den Preis dafür selbst zahlen werde – mit Hitzetoten, Allergien, aber auch Mangelernährung und körperlichen Schäden durch Hochwasser oder Muren. Abgesehen von posttraumatischen Belastungsstörungen wie Angst, Depressionen und Ähnlichem.

Deshalb sei es ihr so wichtig, dass möglichst viele Menschen unterschreiben. Die Eintragungswoche für das Klimavolksbegehren ist von 22. bis 29. Juni in allen Gemeindeämtern. „Denn es sind die Rahmenbedingungen, die die Politik ändern muss, damit die Bevölkerung auch die Möglichkeiten bekommt, umweltfreundlich leben zu können“, sagt Chen.

Appell, das Begehren jetzt zu unterschreiben

Derzeit sei es günstiger klimaschädlich zu handeln, einfacher Wegwerfprodukte zu kaufen und zeitsparender, sich mit hohem CO2-Ausstoß fortzubewegen, als ein klimaschonendes Leben zu führen. „Damit muss Schluss sein. Das Klimavolksbegehren ist ein klarer Auftrag an die Politik, sich vorrangig um den Klimaschutz zu kümmern.“