Von Frau zu Frau. Ein neues Frauenteam will sich künftig speziell um weibliche Anliegen in der Kurstadt kümmern.

Von Barbara Zedlacher. Erstellt am 11. Juni 2014 (07:01)
NOEN, Barbara Zedlacher
Haben sich einiges für die Zukunft der Frauen in der Kurstadt Bad Vöslau vorgenommen: Maria Krenn, Inge Kosa, Betty Gschaider, Karin Pfleger, Anneliese Wittholm, Anita Tretthann, Doris Sunk und Manuela Rosenbichler.

Geschmückt mit ihrem neuen „Markenzeichen“, in Grün gehaltenen und von Gemeinderätin Bettina Gschaider selbst hergestellten Tüchern, präsentiert sich die Gruppe der Liste Flammer, die sich speziell um Frauenthemen annehmen und eigens für Frauen organisierte Veranstaltungen durchführen möchte.

„Wir wollen für Frauen da sein, da sie ein Wählerpotenzial darstellen“

„Entstanden ist die Idee zur Gruppe ‚Frauen für Frauen‘ am letzten Klausurtag“, erzählt Gemeinderätin Anita Tretthann, „wir wollen für Frauen künftig da sein, da sie ein wichtiges Wählerpotenzial darstellen.“ Bei dieser Klausur gab es eine Unterteilung in bestimmte Arbeitsgruppen, eine war dem Thema „Frauen“ gewidmet, damals noch mit drei Männern und drei Frauen bestückt. Bis sich schließlich ein reines Frauenteam herauskristallisiert hat.

Man möchte gemeinsam hinhören, was die Bedürfnisse und Anliegen der Vöslauerinnen sind. Den Rahmen dazu bietet gleich die erste Veranstaltung der Gruppe am 20. Juni im Stadtmuseum. Dabei ginge es aber nicht nur um bestimmte Veranstaltungen oder Serviceleistungen, die „Frau“ sich vielleicht wünsche, sondern auch unangenehme Themen sollen Platz haben. Denn es gäbe genug alleinerziehende Mütter, arme Familien oder von Krankheit gezeichnete Frauen in Vöslau, betont das Team.

Auch themenübergreifende Initiativen sollen Platz haben, so will man beispielsweise eine Führung durch die Moschee organisieren – von türkischen für österreichische Frauen. „Wir sind alle miteinander starke Frauen. Das ist wichtig, denn in der Politik hat man es als Frau nicht immer einfach“, blickt Anita Tretthann hoch motiviert in die Zukunft ihrer gemeinsamen Arbeit. Und man sei tolerant, und für alles und jeden offen. Interessierte Frauen, die mitarbeiten wollen, müssen nicht unbedingt politisch aktiv sein, betont man.