Das Traiskirchner Budget hat Zukunft. Trotz Krise kann Stadtgemeinde ihren Aufgaben nachkommen und auch investieren.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 27. Dezember 2020 (04:42)
Spiel mit: Gemeinderätin Karin Blum, Bürgermeister Andreas Babler und die zukünftige Leiterin des Kinderforschungslabors Nina Panozzo.
Stadtgemeinde Traiskirchen

Auch für Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, war es eine Herausforderung, in der finanzkräftigen Stadt Traiskirchen ein Budget für 2021 zu erstellen. „Der Voranschlag wurde einstimmig angenommen, das zeigt, dass die Zahlen gut sind“, sagt der Stadtchef.

Die Freie Finanzspitze beträgt 731.100 Euro, das Nettoergebnis macht 268.000 Euro aus.

„Wir konnten durch umsichtiges Wirtschaften Rücklagen in Höhe von 9,4 Millionen Euro bilden“, lässt Babler nicht unerwähnt. Auch für Investitionen in wichtige Projekte ist mit 8,5 Millionen Euro gesorgt. Das Pro-Kopf-Vermögen beträgt mit 13.212 Euro ein Vielfaches mehr von der Pro-Kopf-Verschuldung, die für jeden Traiskirchner 2.059 Euro ausmacht.

Im mittelfristigen Finanzplan sollen von 2021 bis 2025 jährlich 3,5 Millionen Euro Schulden reduziert werden. Übermut kommt bei Babler trotzdem nicht auf. „Dieses Jahr ist äußerst schwierig, bei den Ertragsanteilen rechnen wir mit 3 Millionen Abgänge in diesem Jahr, bei der Kommunalsteuer mit 450.000 Euro“, skizziert Babler. Denn Firmen, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt haben, brauchen der Stadt keine Kommunalsteuer entrichten.

Die sparsame, effektive Verwaltung mache sich jetzt bezahlt. Die Stadt hat bereits jetzt rund 100.00 Euro in Corona-Maßnahmen investiert, vom Desinfektionsmittel über Absperrband bis zu den Test-Kits für Betreuungspersonal in Kindergärten, Hort, Volksschule und gemeindeeigener Seniorenbetreuung.

Auch noch nicht abzusehen sei, „ob die Gemeinden die Kosten, die ihnen durch die Massentests erwachsen bzw. erwachsen sind, vom Bund wieder refundiert bekommen.“

Erfreulich sei, dass trotz aller Schwierigkeiten auch „Leuchtturmprojekte für die Stadt umgesetzt werden können“, sagt Babler und verweist auf das KinderAbenteuerLabor kurz „Kalo“ genannt. 90.000 Euro sind dafür in der Operativen Gebarung vorgesehen, 260.000 Euro sind für den Umbau der Zwach-Villa in der Gürtelstraße veranschlagt, man rechnet mit 130.000 Euro aus Fördermittel des Bundes. Wie dieses Projekt umgesetzt werden soll, gibt es im unten stehenden Artikel zu erfahren.