Alkohol und Drogen auf Sportwoche: Schüler im Spital. Der letzte Abend ihrer Sportwoche geriet für fünf Schüler der HLA Baden wegen Alkoholkonsums außer Kontrolle. Ein Jugendlicher musste sogar im Spital behandelt werden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 01. Oktober 2019 (04:11)
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Die HLA Baden: Die Vergehen von fünf Schülern gegen die Schul- und Hausordnung werden disziplinarrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Mit einem unangenehmen Vorfall sieht sich HLA-Direktor Thomas Douschan konfrontiert. 139 Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen und zweiten Jahrgänge kamen am 20. September von ihrer Sportwoche in Kärnten zurück. Während sich 134 Jugendliche vorbildhaft verhalten haben, war dies bei fünf Schülern nicht der Fall. Sie hatten am letzten Abend sowohl Alkohol als auch Drogen konsumiert, was zu einem Polizei- und Rettungseinsatz geführt hat.

Ein Schüler musste nach dem Exzess sogar in ein Spital eingeliefert werden, begleitet von der Polizei, da er noch minderjährig ist. Der Schüler verbrachte zwei Tage im Krankenhaus und hat sich mittlerweile von der HLA abgemeldet. „Sonst hätte es ein Disziplinarverfahren nach sich gezogen“, erklärt Douschan im Gespräch mit der NÖN. „Wichtig ist, dass er wieder gesund ist“, betont der Direktor und lobt in dem Zusammenhang die mitgereisten Lehrer, die „super reagiert“ hätten. Bei dem Schüler wurden auch kleine Mengen an Marihuana gefunden. Insgesamt sei bei dem Vorfall am letzten Sportwoche-Abend „primär Alkohol“ im Spiel gewesen.

„Sonst hätte es ein Disziplinarverfahren nach sich gezogen“

Direktor Douschan hat den Vorfall in einem Brief an die Eltern der zweiten Klasse und der zweiten Jahrgänge öffentlich gemacht. Darin heißt es unter anderem, dass „für alle Schülerinnen und Schüler der zweiten Jahrgänge ein Drogen-Präventions-Vortrag stattfinden“ werde. „Ich ersuche auch Sie, entsprechende aufklärende und beratende Gespräche mit Ihren Kindern zu führen“, wandte er sich in dem Brief direkt an die Erziehungsberechtigten. Gegenüber der NÖN ergänzte Douschan, dass generell in der Schule verstärkt auf das Thema Drogen-Prävention gesetzt werde, auch in Bezug auf medizinische und rechtliche Sicht. „Wir müssen etwas tun, man kann das nicht so im Raum stehen lassen“, betont er.