Günselsdorfer Wirt kämpft um Existenz. Werner Gattermann soll sein Imbiss-Restaurant abreißen. Dann steht er ohne Arbeit und ohne sein Lebenswerk da.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:58)
„Wärnär‘s Imbiss“ droht das Aus. Ein gültiger Abbruchbescheid lieg bereits vor.
Jandrinitsch

Das kleine Imbiss-Restaurant von Werner Gattermann direkt an der B17 ist eine Institution für alle, die einen gemütlichen Zwischenstopp für ein anständiges Mittagessen nutzen möchten.

Obwohl das Gebäude 2003 von einer Baufirma neu errichtet wurde und auch die Gemeinde, auf deren Grund es als Superädefekat zum Großteil steht, ihren Sanktus dazu gaben, ist das Wirtshaus ein Schwarzbau.

Keiner dieser Bewilligungsbehörden, noch die Anrainer, sind auf diesen Standortfehler draufgekommen“, Werner Gattermann, Wirtshausbesitzer

„Ich arbeite mit einer Leiche“, sagt Besitzer Werner Gattermann mit bitterer Stimme. „Vor mir liegt der Abbruchbescheid des Landesverwaltungsgerichts, wenn ich mein Restaurant nicht selber innerhalb einer bestimmten Frist wegreiße, dann können jederzeit die Bagger auffahren. Dabei bin ich der letzte Wirt in Günselsdorf, ich biete meinen Gästen eine anständige Küche, die Ausstattung dazu hat mir alleine 30.000 Euro gekostet“, sagt Gattermann.

Alles begann vor bereits 17 Jahren mit der Anzeige eines Günselsdorfer Bürgers, der bei der Bezirkshauptmannschaft Baden einen Baumangel betreffend Wärnär’s Imbiss anzeigte.

Dieser ist kein direkter Nachbar von Gattermann und hat von dieser Anzeige auch keinen finanziellen Vorteil oder Nutzen.

Eine Überprüfung der Grundstücksgrenzen hat ergeben, dass das Wirtshaus marginal über die Grundstücksgrenzen hinausragt. „Der Grundbesitzer, auf dessen Grund mein Gebäude errichtet wurde, ist die Republik Österreich, die Land-, Forst- und Gewässerabteilung. Die Republik hatte bis dahin nie ein Vergehen oder einen Fehler der ortsansässigen Baufirma festgestellt“, erzählt Gattermann.

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