„Nörgeln“, „Stottern“: Jetzt wird´s brutal. Grüne attackieren „Zwillinge Trenner-Riedmayer“: „Nörgeln als Programm.“ Trenner kontert: „Haben keine Ahnung“.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:58)
NOEN, Grüne
Andrea Kinzer (Grüne) greift Bürgerliste und SPÖ scharf an.
Der Gemeinderatswahlkampf ist in Baden voll entbrannt. Auch wenn erst am 25. Jänner zu den Urnen geschritten wird, schießen sich Grüne, SPÖ und Bürgerliste „wir badener“ schon aufeinander ein. Die Wortwahl wird deutlich rauer.

Vorwurf: Riedmayer verstecke sich hinter Trenner

„Vier Jahre Nörgeln und Raunzen der Zwillinge Trenner-Riedmayer geht in die Zielgerade. Und das plakativ in der ganzen Stadt“, schimpft Grünen-Klubobfrau Andrea Kinzer. Die beiden hätten „vor lauter Suche nach Gründen alles in der Stadt madig zu machen, vermutlich den Überblick verloren“.

NOEN, Grüne
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SPÖ-Vorsitzender Markus Riedmayer verstecke sich hinter der Politik von Bürgerlisten-Chef Jowi Trenner. Als Beispiel nennt Kinzer das Plakat der Bürgerliste zu den Bauarbeiten am Brusattiplatz: darauf wird kritisiert, es gebe keinen Gemeinderatsbeschluss dazu. Kinzer: „Letztes Jahr wurde im Gemeinderat einstimmig das Straßen- und Gehsteigbauprogramm 2014 beschlossen.“

Ebenso wie der Punkt Neugestaltung des nördlichen Abschnittes am Brusattiplatz. „Nun können sich die dunkelblauen wir badener nicht mehr daran erinnern? Eigenartige Arbeitsmoral.“ Bürgerlisten-Gemeinderat Wolfgang Pristou habe als Aufsichtsrat der Immobilien GmbH dem Budget zugestimmt.

„Auf diesem Niveau möchte ich mich nicht unterhalten“

Trenners Konter fällt deftig aus. „Oh! Kinzer lebt noch. In fünf Jahren schaffte die Ressort- arbeitslose Stadträtin stotternd gerade einmal drei Wortmeldungen im Gemeinderat. Und bezichtigt nun mich des Nörgelns und Raunzens.“

Die Bürgerliste betreibe konstruktive Oppositionspolitik und nehme ihre Kontrollfunktion wahr: „Unsere Arbeit beinhaltet Verbesserungsvorschläge sowie Kritik, wo sie nötig ist.“

Kinzer habe „keine Ahnung, worum es geht“. Das Straßen- und Gehsteigprogramm sei zu wenig. Ein Grundsatzbeschluss zum Umbau des Brusattiplatzes fehle: „Weder der Bauausschuss noch der Gemeinderat haben jemals darüber beraten, wegen eines Schanigartens 19 gebührenpflichtige Parkplätze zu opfern.“

SP-Chef Riedmayer ist bestürzt: „Auf diesem niedrigen Niveau möchte ich mich nicht unterhalten, da gerade derartige Diskussionen dem Bild der Politik großen nachhaltigen Schaden zugefügt haben.“

Er betont: „Die SPÖ Baden hat sich unter meiner Führung stets bemüht, gerechtfertigte Kritik sachlich zu äußern und nicht persönlich zu werden. Mein Team und ich haben uns auch in allen Gremien konstruktiv eingebracht. Stadträtin Kinzer sollte akzeptieren, dass das Recht, sich in die Stadtpolitik einzubringen, nicht nur zwei Parteien zusteht!“