Aufregung um Baumrodung in Baden

Erstellt am 10. März 2020 | 04:00
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Die Waldarbeiten im Bereich unterhalb der Ruine Rauheneck sorgen für Kritik. Die Maßnahmen seien wegen der Schäden an den Schwarzföhren nötig und würden den Erfordernissen angepasst durchgeführt werden, heißt es seitens der Stadtgärten. Für diesen Frühling sind in diesem Bereich Aufforstungen mit Traubeneiche und Hainbuche, sowie Kirsche, Speierling und Elsbeere vorgesehen. In den anderen Waldbereichen wird auf die Naturverjüngung mit Linde und anderen Laubbäumen gesetzt.
Foto: Fussi
Fortsetzung der forstlichen Maßnahmen zur Pflege des Stadtwaldes aufgrund von Trockenschäden.
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Waldarbeiten im Bereich der Ruine Rauheneck erregen Aufsehen bei Wanderern und Spaziergängern. Die Baumschlägerungen stoßen auf so manches Unverständnis. Die Stadtgemeinde klärt jetzt auf.

Es handelt sich um die bereits angekündigten Waldpflegemaßnahmen unterhalb der Ruine Rauheneck. „Es wurden sogenannte Femelflächen, das sind kreisförmige Bestandslücken um stark geschädigte Bäume, geschaffen“, heißt es in einer Aussendung. „Die bisherigen Arbeiten im Bereich Rauheneck und die aktuellen Maßnahmen im oberen Kurpark oberhalb des Kaiser-Franz-Josef-Museums sowie entlang des Gamingerweges werden mit bestandsschonender Seilkrantechnik durchgeführt“, erklärt dazu Stadtgartendirektor-Stellvertreter Andreas Kastinger. Dabei werden schmale Seiltrassen an geeigneten Stellen gebildet, um kaputte und geschädigte Einzelbäume zu entnehmen. Die „Alternative“ wäre „mit großem Gerät reinzufahren und auch den Waldboden massiv zu schädigen“.

Er könne verstehen, dass die Eingriffe „für Laien scheinbar heftig“ seien. Sie „sind jedoch für eine langfristig nachhaltige Waldbewirtschaftung bzw. für den Fortbestand des städtischen Erholungswaldes leider erforderlich“, betont Kastinger. Im Umfeld des Rudolfshofs werden in den nächsten Wochen die Arbeiten wie in den Vorjahren wegen der besseren Befahrbarkeit mit dem Traktor durchgeführt.

Der Grund für die Maßnahmen im Badener Stadtwald sind starke Schäden durch Trockenheit sowie damit verbundene Krankheiten und Schädlinge. Die Abteilung Stadtgärten bemühe sich, „die nötigen Eingriffe möglichst gering bzw. schonend durchzuführen.“ Die Bevölkerung wird ersucht, die Hinweistafeln für forstliches Sperrgebiet (runde gelbe Tafeln) zur eigenen Sicherheit zu beachten. „Mit den Pflegemaßnahmen soll für die Zukunft ein klimafitter Wald entwickelt werden“, betont Kastinger. Die Maßnahmen sind mit der Bezirkshauptmannschaft abgestimmt. „Die Stadtgärten Baden bedanken sich für ihr Verständnis.“

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