Behutsame Handarbeit in Badens Wälder. Statt großer Maschinen setzt Abteilung Stadtgärten bei Waldpflegemaßnahmen auf Handarbeit via Motorsäge. Bevölkerung wird gebeten, auf Hinweistafeln zu achten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 06. März 2021 (03:34)
Stadtobergärtner Hermann Zimmermann und Andreas Kastinger ersuchen die Wanderer, die Hinweise im Stadtwald zu beachten.
psb/s.kollerics

2021 hat das Team der Badener Stadtgärten die erforderliche Durchforstung mit Einzelbaumentnahme von oberhalb des Kaiser-Franz-Josef-Museums bis zur Faber-Höhe vorgesehen – ein Bereich, in dem in den vergangenen Jahren kaum Maßnahmen gesetzt wurden. Die Arbeiten sind laut dem interimistischen Abteilungsleiter Andreas Kastinger notwendig, um einerseits die Sicherheit der Wander- beziehungsweise Waldwege zu gewährleisten und anderseits den Wald vital und klimafitter zu erhalten.

Besonders wichtig ist es den Experten der Stadtgärten, dass die notwendige Fällung schadhafter Bäume behutsam durch Handmotorsägen erfolgt. Kastinger erläutert: „Durch den Verzicht auf riesige Harvester (Holz-Vollerntegeräte, Anm.) ist es möglich, sich beim Befahren der Waldflächen auf alte, bereits vorhandene Bringungswege oder schotterbefestigte Waldwege zu beschränken und Badens kostbare Naturgebiete zu schonen.“ Die trotz aller Vorsicht entstandenen Spur-Rillen entlang der Fahrwege werden nach Abschluss der Waldpflegearbeiten – voraussichtlich Mitte März – wieder bereinigt, ergänzt er.

Die Abteilung Stadtgärten weist darauf hin, dass ein Betreten forstlicher Sperrgebiete verboten und mit erheblichen Gefahren sowohl für Wanderer aber auch für die Waldarbeiter verbunden ist. Die Sperren umfassen auch Wege, die nicht direkt an die betroffenen Gebiete grenzen. Um Sackgassen für Spaziergänger zu vermeiden, wurden die Sperren an Wegabzweigungen gesetzt. Daher wird dringlichst ersucht, „forstliche Sperrgebiete zur Sicherheit aller ernst zu nehmen und zu beachten!“, appelliert Kastinger.