Klausen-Leopoldsdorf hat Problem mit Wasserversorgung. Klausen-Leopoldsdorf hat derzeit ein Problem mit der Wasserversorgung. Aber es ist eine dauerhafte Lösung in Sicht.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 01. März 2020 (03:15)
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APA (dpa)

In einem Schreiben an die Bürger teilt ÖVP-Bürgermeister Herbert Lameraner mit: „Alland hat die Wasserlieferung eingestellt und gleichzeitig ist ein erhöhter Wasserverlust aufgetreten. Daher kommt es zu Wasserversorgungsengpässen und wir ersuchen um erhöhte Wassersparmaßnahmen.“

Herbert Lameraner ruft zum Wassersparen auf.
Pirkfellner

Der Allander ÖVP-Bürgermeister Ludwig Köck erklärt dazu, dass Alland laut Vertrag Wasser liefern könne, aber nicht müsse. Wenn das Wasser auch für Alland knapp werde, könne die Wasserlieferung eingestellt werden. Man sei aber ständig mit Klausen-Leopoldsdorf in Sachen Wasserlieferung in Verbindung.

Wie kam es zu dieser Wasserversorgungssituation?

Vor etwa 50 Jahren wurden in Klausen-Leopoldsdorf Quellen gefasst und eine Wasserleitung gebaut. Mit fortschreitender Verfeinerung der Messtechnik musste jedoch eine Quelle nach der anderen gesperrt werden, da nach Niederschlägen, bedingt durch poröses Gestein, Trübungen auftraten. Daher wurde vor 40 Jahren ein Wasservertrag mit Alland abgeschlossen.

Auch Hochstraß hatte Probleme mit der eigenen Quelle und musste sich um neue Wasserquellen bemühen. Diese wurden gemeinsam mit Altlengbach, Eichgraben und Preßbaum bei der NÖSIWAG gefunden. Das Wasser wird in Eichgraben übernommen und nach Hochstraß gepumpt. Dazu erklärt Lameraner: „Derzeit beliefert uns Eichgraben mit mehr Wasser und bis zum späten Sommer wird es möglich sein, von einer Nachbargemeinde und später auch vom Wasserverband Triestingtal Wasser zu erhalten.“ Derzeit müsse aber noch auf die Genehmigungen von Naturschutz, Wasserrecht und dem Biosphärenpark gewartet werden.

Beim Kanalbau wurde, trotz hoher Kosten, auf Lameraners Betreiben, eine Verbindungsleitung nach Hochstraß mitverlegt, um beide Wassernetze zu verbinden und um bei Ausfall einer Zuleitung den ganzen Ort versorgen zu können.

Lameraner weiß: „Um Wasser werden Kriege geführt, das soll hier natürlich nicht geschehen. Zufrieden können wir aber erst sein, wenn wir die nachhaltige Versorgung mithilfe eines großen Wasserverbandes aufweisen können.“