Kritik an E-Tankstelle reißt nicht ab. FP-Stadtrat Markus Gubik lässt weiterhin kein gutes Haar an der Weigelsdorfer „Luxustankstelle“, wie er sie nennt.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 22. Juni 2018 (08:24)
Symbolbild
Enio, Enio

Die vor einigen Monaten eröffnete E-Tankstelle ist eine der modernsten in Österreich. Seitens der Stadtregierung suchte man die E-Mobilität in der Stadtgemeinde Ebreichsdorf als wichtiges Vorzeigeprojekt aus und war daher bereit, in diese zu investieren.

Auf dem Dach der E-Tankstelle wurde auch eine Photovoltaik-Anlage installiert, welche die Tankstelle mit Strom versorgt. Dafür notwendige Speicher müssen aber erst noch installiert werden. Der Opposition, allen voran FPÖ-Stadtrat Markus Gubik, ist diese „E-Tanke“ aber weiterhin ein Dorn im Auge.

„Diese extrem teure Luxus E-Tankstelle in Weigelsdorf wird die Kosten wohl nie einspielen“, kritisiert der Stadtrat. „Die Batterien fehlen nach wie vor. Die Solarzellen haben zumindest vor 14 Tagen über einen längeren Zeitraum keinen Strom ins Netz eingespeist. Und es wurde offensichtlich seit der Eröffnung der Tankstelle noch kein Cent eingenommen“.

„Diese extrem teure Luxus E-Tankstelle in Weigelsdorf wird die Kosten wohl nie einspielen“

Laut Gubik zeige die „Luxus E-Tankstelle“ wieder einmal, wie sorglos „die Genossen mit unserem hart verdienten Steuergeld umgehen. Dass gut betuchte Elektroauto-Besitzer den Strom für ihre Fahrzeuge gratis bekommen ist ein Skandal.“

Dazu der verantwortliche Stadtrat Otto Strauss (parteilos, doch SP-Mandat): „Die Photovoltaik-Anlage liefert bereits wieder Strom ins Netz. Eine ortsansässige Firma montierte in den letzten Wochen Sicherungselemente, daher musste die Anlage vom Netz genommen werden.“

Strauss bestätigt gegenüber der NÖN, dass derzeit das Laden noch kostenlos sei. „Das ist auch bei anderen E-Tankstellen durchaus so üblich“, erklärt er. In den kommenden Monaten solle aber mit verschiedenen Karten (Bankomat- oder Kreditkarte) gezahlt werden. .