Schützenhilfe von NEOS für Glasmuseum-Hinweisschild. Kuchlerhaus beheimatet Österreich erstes Glasmuseum in Weigelsdorf, jedoch fehlt Autobahn-Hinweis.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 21. September 2020 (04:13)
Gemeinderat Andreas Goldberg, Aktivist Christian Nemec und Kommunalsprecher Helmut Hofer-Gruber (alle NEOS) überreichen Glasmuseum-Leiterin Hilde Kuchler ein Hinweisschild zum Glasmuseum.
privat

Das Glasmuseum der Familie Kuchler in Weigelsdorf ist ein beliebtes Ausflugsziel. Seit Jahren versucht das Museum, ein Hinweisschild auf der nahegelegenen A3-Abfahrt Pottendorf installieren zu lassen. Da zuletzt eine Freigabe durch die Bezirkshauptmannschaft gescheitert ist, gibt es jetzt von den NEOS Schützenhilfe.

„Bei dieser bürokratischen Irrfahrt kann man von einem Schildbürgerstreich sprechen. Es ist zwar möglich, vor den Toren Wiens ein Schild aufzustellen, das den Weg nach Kärnten weist. Eine Bürgerin, die für die Region Sehenswürdigkeiten aufbaut, wird weggeschickt“, ärgert sich NEOS-Gemeinderat Andreas Goldberg. Laut NEOS-LAbg. Hofer-Gruber würde dadurch Potenzial für den Regionaltourismus verspielt.

Museumsleiterin Hilde Kuchler versucht seit zehn Jahren, die Genehmigung zu erlangen. „Für mich ist es auch eine Frage der Wertschätzung gegenüber dem regionalen Tourismus und auch eine Wertschöpfungsfrage. Viele Reisende aus dem In- und Ausland wissen nichts über unsere gläserne Burg“, sagt Kuchler.

Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) kennt das Anliegen und hat bereits versucht, zu intervenieren: „Leider hat das Land Niederösterreich bisher dieses Hinweisschild nicht genehmigt“, bedauert der Bürgermeister. Er sieht die Schützenhilfe der NEOS positiv. „Vielleicht ist jetzt, nachdem es einen neuen Wirtschafts- und Tourismuslandesrat gibt, ein guter Zeitpunkt“, meint er.