Sorge um Fleischerei-Standort. Die Weissenbacher Filiale der Fleischerei Hoppel musste schließen. Geschäftshaus im Ortszentrum nun nahezu leer.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 15. Februar 2017 (05:00)
Traditionsbetrieb musste schließen.
Holzinger.Presse

Und wieder einmal musste in der kleinen Marktgemeinde ein Geschäft aus wirtschaftlichen Gründen seine Pforten schließen.

Die Fleischerei Johann Hoppel versorgte rund ein Jahrzehnt lang die Weissenbacher mit hochwertigen Produkten. Firmeninhaber Johann Hoppel kann sich jetzt nur noch bei seinen Kunden für die jahrelange Treue herzlich bedanken und er hofft, sie in einer der anderen Filialen begrüßen zu können.

„Ich werde alles daran setzen, um wieder einen Betrieb in das Geschäftslokal bringen zu können."

Der Betrieb hinterlässt auf jeden Fall eine große Lücke. Zu viele Vorschriften, zu viele Hürden und zu geringe Kundenfrequenz. VP-Bürgermeister Johann Miedl, der nun mit Hochdruck nach einem Nachfolger sucht, dazu: „Ich werde alles daran setzen, um wieder einen Betrieb in das Geschäftslokal bringen zu können. Die Lage ist ja für viele Branchen optimal nutzbar.“

Das Gebäude in der Hauptstraße 13 befindet sich – aus ländlicher Sicht – in einer Top Lage und wurde 1591 erstmals als Weberei und Lodenerzeugung urkundlich erwähnt.

Seit 1721 war in dem Gebäude eine Fleischerei untergebracht. 2007 erwarb die Marktgemeinde Weissenbach das Gebäude, um es als modernes Wohn- und Geschäftszentrum umzubauen und zu etablieren.

Mit-Projektinitiator Heinz Angerer: „Ich finde es schade, dass dieser Platz scheinbar langsam ausstirbt. Damals dachte ich, dass wir ein lebendiges Zentrum mit genügend Wohnungen bekommen. Leider passiert auf diesem Sektor gar nichts und ich befürchte, dass auch das Überleben der übrigen Geschäfte immer schwieriger wird.“