Sondersitzung zur „Brückensperre“. ÖVP möchte sich von SP-Ortschefin nicht „abspeisen“ lassen und verlangt nach einer raschen Lösung.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 07. August 2019 (03:41)
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Symbolbild

Im Moment sorgt eine überraschende Sperre der ÖBB einer Brücke über die Südbahnstrecke für helle Aufregung in Schönau an der Triesting. Vor allem Landwirte ärgern sich über diese Sperre, da sie nun für die Ausführung ihrer Arbeit kilometerlange Umwege in Kauf nehmen müssen.

Wie berichtet, beantragte die ÖVP zu diesem Thema eine Sondersitzung im Gemeinderat. Diese wird nun am 14. August um 17 Uhr stattfinden.

Lasinger weist die massive Kritik zurück

Das bestätigt auch Bürgermeisterin Brigitte Lasinger (SPÖ). Sie weist allerdings die massive Kritik der Landwirte sowie der Volkspartei zurück: „Wir haben gleich, nachdem wir von der Brückensperre erfahren haben, eine Sitzung einberufen und dazu auch die Vertreter der Bauernschaft eingeladen“, sagt die Bürgermeisterin.

Bauernvertreter und VP-Gemeinderat Johann Mayer ärgert sich: „Die Gemeinde hat am 2. Juli von der Sperre erfahren, aber erst am 12. Juli sind die Bauern darüber informiert und zur Sitzung am 17. Juli eingeladen worden. Da kann man wohl nicht von einer sofortigen Information sprechen.“

„Amtsleiterin war zu der Zeit auf Urlaub“

Ortschefin Lasinger rechtfertigt diese Verzögerung mit dem Urlaub der Amtsleiterin. „Diese hat aber sofort, als sie vom Urlaub wieder zurückgekehrt ist, die Bauern über diese Sache informiert und zur Besprechung eingeladen.“ In der Sache selbst verweist die Bürgermeisterin auf laufende Verhandlungen mit den ÖBB. „Wir sind seit langem in intensiven Gesprächen, um eine vernünftige Lösung zu finden. Ich bitte aber um Verständnis, dass ich erst dann über den Ausgang berichten kann, wenn es eine Lösung gibt.“

VP-Fraktion verliert langsam die Geduld

Doch die ÖVP will laut dem geschäftsführenden Gemeinderat Andreas Steiner nicht mehr so lange warten: „In der ‚Causa ÖBB-Brücke‘ haben wir als VP-Fraktion eine Sondersitzung des Gemeinderates einberufen, damit endlich alle Informationen lückenlos auf den Tisch gelangen. Die vielen Gerüchte und unterschiedlichen Erzählungen, die wir in den letzten Tagen rund um die Brückensperre gehört haben, verlangen eindeutig nach Aufklärung. Aus meiner Sicht wurde hier seitens der Gemeindeführung viel zu lange abgewartet.“