"Wie in einem Schockzustand!". In einem absoluten Schockzustand ist Raimund Schöffl, der Stiefvater jener kleinen 6-jährigen Sofia, die, wie die NÖN mehrmals berichtete, ihrem italienischen Vater ausgehändigt werden soll.

Erstellt am 25. Juli 2013 (17:27)
NOEN, DIETMAR HOLZINGER
Am Mittwoch um 6.45 Uhr klingelte es plötzlich an der Tür des schmucken St. Veiter Reihenhäuschens und Schöffl öffnete die Tür. Was ihm da plötzlich entgegenstand, übertraf seine schlimmsten Erwartungen.

"Wie ein Überfallkommando stand auf einmal ein Großaufgebot an Polizei und Gerichtsvollziehern vor unserer Tür mit einem Richter. Ich habe gedacht, mich trifft der Schlag. So etwas kenne ich nur aus einem schlechten Film. Es waren bestimmt um die 20 Polizisten die sogar die Straße absperrten. Nicht einmal einen Schwerverbrecher holt man so ab, geschweige denn ein kleines 6-jähriges Mädchen", so der verzweifelte Raimund Schöffl.

Sofias Stiefvater berichtete weiters: "Sie haben unseren 2-jährigen Sohn aufgeweckt, der sehr erschrak. Jeder Winkel unseres Hauses wurde durchsucht. Wir sind mit unseren Nerven total am Ende. Meine Lebensgefährtin und Sofia waren aber Gott sei Dank nicht zu Hause." Zum meinte er: "Wir arbeiten beide, haben uns eine Existenz aufgebaut, Sofia hat so viele Freunde, liebt ihren Bruder zärtlich, sie würde ab Herbst die Schule besuchen und dann will man sie  einfach so wegreißen. Wird denn auf ein kleines Kind überhaupt keine Rücksicht genommen. Schaut so unsere Gerechtigkeit aus?"

Mehrere Vereine sind dabei, eine Großdemonstration zu organisieren. Der Termin wird noch bekanntgegeben.
Auch auf Facebook hat sich eine engagierte Gruppe gegründet, die unter "SOFIA POVSE - STOPPT DIE ABSCHIEBUNG" alles versuchen, um der Familie zu helfen.