Unbekannter wilderte Hirsch in Siegenfeld

Hirsch in Siegenfeld gewildert. Suche nach Täter – hohe Strafen für grobes Verbrechen.

Erstellt am 19. August 2020 | 05:10
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So wurd der der drei- bis vierjährige Hirsch (Klasse AK III, ungerader Achter) bei Siegenfeld aufgefunden.
Foto: privat

Am Donnerstag entdeckte in den Morgenstunden gegen 6.45 Uhr ein Forstarbeiter im Jagdgebiet Hühnerberg – Stift Melk (ganz in der Nähe Badens) bei Siegenfeld auf einer Forststraße einen toten Hirsch. Der sofort verständigte Jagdverwalter Rudolf Konrad, Aufsichtsjäger Horst Mitteregger und Wilhelm Fröhlich stellten fest, dass der Hirsch wenige Stunden zuvor – geschätzt etwa um Mitternacht – „mit einem gezielten Blattschuss getötet“ worden sei. Aufgrund der vorhandenen Schweißfährte (Blut, Anm.) konnte der Fluchtweg des Tieres in etwa 40 Meter bis zur Reviergrenze verfolgt werden. Der Hirsch dürfte demnach im benachbarten Jagdgebiet Siegenfeld auf freiem Feld in der Nacht gewildert worden sein.

Ein Hochstand steht dort in unmittelbarer Nähe. Der zuständige Jagdleiter von Siegenfeld, Nikolaus Märzweiler, hat nach Angaben des Badener Hegeringleiters Hans Gunhold nichts bemerkt. Er gab an, nicht auf den Hirsch geschossen zu haben.

„Wilderei gilt in Österreich als grobes Verbrechen und wird mit hohen Freiheits- oder Geldstrafen geahndet“, betont Hans Gunhold. Die Jägerschaft ersucht daher die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise, beziehungsweise zukünftige Wahrnehmungen an die Polizei oder Bezirkshauptmannschaft Baden zu melden.

Anzeige gegen unbekannte Täter wurde bei Polizei und Bezirksbehörde erstattet, „mit der Bitte, Erhebungen zur Aufklärung des strafbaren Tatbestandes durchzuführen.“