Traiskirchner Tierschützer brauchen Hilfe

Erstellt am 05. März 2022 | 05:54
Lesezeit: 3 Min
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Ob Schwäne, Enten, Fasane, Tauben, Füchse oder Igel: Die Wildtierauffangstation ist für Wildtiere in Not immer da.
Foto: privat
Fahrzeug wird dringend benötigt, um Tiere zum Tierarzt zu bringen. Auch Futterkosten explodieren.
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Vor sechs Jahren landete eine Stockente mit Flügelbruch bei Claudia und Wolfgang Kaltenegger. Seit diesem Zeitpunkt pflegen die beiden wilde Tiere, holen wenn nötig professionelle Hilfe und entlassen die genesenen Tiere wieder in die Freiheit. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus eine professionelle Tätigkeit mit Unterstützung der Tierärztinnen Verena Senoner und Eva Rossmanith aus Baden sowie der Tierklinik Traiskirchen.

„Wir arbeiten auch intensiv mit dem Tierheim Baden zusammen und mit den Tierärzten im Bezirk.“
Claudia Kaltenegger

Claudia Kaltenegger erzählt: „Unsere kleine Auffangstation soll für die Bevölkerung des Bezirkes Baden die Möglichkeit bieten, aufgefundene Wildtiere, die menschlicher Hilfe bedürfen, in Obhut zu geben. Wir arbeiten auch intensiv mit dem Tierheim Baden zusammen und mit den Tierärzten im Bezirk.“

Seit Beginn des Jahres 2021 haben die Kalteneggers dafür die offizielle schriftliche Bewilligung des Landes Niederösterreich, Abteilung Artenschutzbehörde Ru 5.

Auch Polizei und Feuerwehr loben Wildtierexpertise

„Mittlerweile werden wir zu Polizei- und Feuerwehreinsätzen hinzugezogen, wenn es um die spezielle Bergung eines Wildtieres geht“, schildert Claudia Kaltenegger.

Doch jetzt brauchen die Helfer selbst Hilfe. Denn Spenden bekommt die Wildtierauffangstation nur selten, eine regelmäßige Subvention gar keine. Die hohen Stromkosten belasten die Wildtierauffangstation, „wobei uns momentan die Stromrechnung mit 520 Euro Nachzahlung und die Reparatur des Wärmetauschers mit 1.200 Euro im Dezember zusetzen. Zudem ist unser Tierfuttertiefkühler kaputt geworden und wir mussten unseren 17 Jahre alten Opel Vivaro verkaufen, da die Reparatur 7.000 Euro gekostet hätte. Für uns eine Katastrophe, denn wir haben im Moment kein eigenes Fahrzeug, um zum Tierarzt oder zu Rettungseinsätzen fahren zu können“, berichtet Kaltenegger.

Auch fange jetzt bald die Jungvogelsaison an und es müsse damit begonnen werden, die teuren Heimchen und Zophobas, das sind Schwarzkäferlarven, einzukaufen, sowie Futtermäuse und Futterküken. Auch das koste viel Geld. „Nur die Tierarztkosten übernimmt zu 100 Prozent unsere betreuende Tierärztin Verena Senoner“, sagt Kaltenegger.

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