Wirbel um Tunnel-Schutt

Erstellt am 13. Oktober 2014 | 08:14
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Foto: NOEN, NÖN
Semmeringbasistunnel / Nachdem Projekt in Sollenau verhindert wurde, könnte Schutt-Umladestation in Schönau/Triesting entstehen.
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Lange war es ruhig um das Schuttmaterial aus dem Semmeringbasistunnel. 2013 verhinderten Bürgerproteste in Sollenau (Bezirk Wiener Neustadt) einen geplanten Verladebahnhof, auf dem Abbruchmaterial von Zügen auf Lkws umgeladen werden würde. In der Folge suchte die Wopfinger Transportbeton GmbH nach Alternativstandorten.

1,6 Mio. Kubikmeter Aushubmaterial nach Eggendorf

Nun gibt es Bestrebungen, den Verladebahnhof im Gemeindegebiet von Schönau/Triesting beim Kreisverkehr Sollenau/Nord bei der B17-Auffahrt zu errichten. Das Aushubmaterial, in Summe 1,6 Millionen Kubikmeter, würde über die Aspangbahn transportiert, auf Laster verladen und über die B17 zur Deponie Eggendorf gebracht werden.

Die Schönauer Gemeinderatssitzung wurde am Donnerstag spontan verschoben, „da kurzfristig unerwartete Fragen aufgeworfen wurden“, wie Bürgermeisterin Brigitte Lasinger (SPÖ) sagt.

VP-Steiner kritisiert zu dünne Informationslage

Festzuhalten ist, dass es sich derzeit nur um einen Projektentwurf handelt. Die Wopfinger Transportbeton Gmbh plant, sich – wie auch andere Firmen – um die Vergabe der Entsorgung zu bewerben.

ÖVP-Obmann Andreas Steiner kritisiert, dass es zu wenige Informationen über das Projekt gäbe. Brigitte Lasinger ist positiv gestimmt.

„Der Verkehr verläuft nur über die B17 und nicht durch den Ort. Pro Tag ist mit zwei Güterzügen zu rechnen, das sind in etwa 80 Lkw. Das entspricht einem Prozent des Verkehrsaufkommens.“ Diese Zahl bestätigt Wolfgang Böck von der NÖ Verkehrsabteilung. „Derzeit fahren in diesem Bereich 8.000 Fahrzeuge pro Tag.“

Auf NÖN-Anfrage war vonseiten der Wopfinger Transportbeton GmbH nur zu erfahren, dass „erste Gespräche mit den zuständigen Behörden zu positiven Rückmeldungen geführt haben“, woraufhin das Projekt weiterverfolgt werde.


Reaktionen:

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Brigitte Lasinger, Bürgermeisterin von Schönau an der Triesting.
Foto: NOEN, NÖN


Brigitte Lasinger, Bürgermeisterin:
„Ich habe auf Wunsch des Projektwerbers die Sitzung vertagt, um eine offene und emotionsfreie Beantwortung sicherzustellen. Ich bin überzeugt, dass die noch offenen Fragen zur Zufriedenheit aller Gemeindemitglieder beantwortet werden“.

 

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Andreas Steiner, ÖVP-Obmann Schönau an der Triesting.
Foto: NOEN, NÖN




Andreas Steiner, ÖVP-Obmann:
„Wir wollen, dass dieses Projekt der Schönauer Bevölkerung präsentiert wird. Alle offenen Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden.“

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