Wird Kaserne zum „Silicon Valley“?

Erstellt am 05. August 2013 | 00:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 75483
Foto: NOEN, P
Masterplan / Stadt beauftragt Wirtschaftsagentur ecoplus mit Konzept für künftige Nutzung der Martinek-Kaserne.
Werbung
Von Wolfgang Wallner

BADEN / Ein Hightech-Mix aus Forschung und innovativen Betrieben – kurzum ein „Cluster“ nach dem Vorbild des Silicon Valley in Kalifornien – schwebt Kurt Staska vor. Am Weg dorthin schaltet der VP-Bürgermeister das Land ein, konkreter die NÖ-Wirtschaftsagentur ecoplus. Sie soll jetzt einen 30.000 Euro teuren „Masterplan“ für die Martinek-Kaserne erarbeiten. Er soll bis Herbst fertig sein. Die Stadt trägt 30 Prozent dieser Planungskosten.

Einstimmig hat der Stadtrat am Dienstag die Vorgehensweise abgesegnet. Während Sozialdemokraten und Freiheitliche für Wohnbau-Projekt plädieren, forciert die Stadtspitze eine wirtschaftliche Nutzung. „Dafür ist die Ecoplus mit ihrem Know-How der ideale Partner“, findet Staska. Ein Ankauf des 420.000 Quadratmeter großen Geländes durch die Stadt selbst, wie jetzt von der FP vorgeschlagen, sei „absolut kein Thema, auch nicht machbar.“

Der Bund will das Areal über seine Immobiliengesellschaft SIVBEG so rasch wie möglich los werden. „Mit der Widmung hat Baden ein Instrument in der Hand, um Einfluss zu nehmen“, schätzt Staska, „jeder Investor wird mit uns Rücksprache halten, schließlich liegt der Wert des Grundstücks mit einer Kasernenwidmung bei praktisch Null.“

Um die Vorstellungen in ein Konzept zu gießen, wird nun eine Projektgruppe eingerichtet: Neben Vertretern der ecoplus sollen auch Beamte der Stadt und Mandatare aller Fraktionen darin vertreten sein.

Werbung