Rote Schuhe gegen Frauenmorde in der HAK Baden

Erstellt am 17. März 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
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Die Schüler der 4ck nahmen an dem EU-Projekt „Rote Schuhe“ teil, bei dem es um Frauenmorde geht.
Foto: Sagmeister
Schüler der 4ck HAK befassten sich mit Frauenmorden anlässlich des Frauentages.
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Weltfrauentag, eine Art Gedenktag, den es seit 1911 gibt. Dieser Tag hat in den letzten Jahren immer mehr an politischer Bedeutung und zivilgesellschaftlicher Aufarbeitung gewonnen.

Dieser Tag soll formal nicht zu einem schönen „Blumentag“ verkommen, wo Frauen Blumen bekommen. Vielmehr soll über die Rolle der Frau nachgedacht werden und was Frauen angetan wird. Darüber viel nachgedacht haben z.B. die Schülerinnen und Schüler der 4ck HAK-Klasse mit ihrer Klassenvorständin Verena Gruber. Sie pickten einen heiklen Aspekt heraus: 31 Femizide passierten im vorigen Jahr. Das ist im internationalen Vergleich sehr viel. Dass Frauen in manchen Bereichen das „schwächere Geschlecht“ bleiben, machen einem die Schüler bewusst: 31 rote Schuhe stellten sie in der Aula auf, dazu legten sie eine weiße Rose, das Symbol des Frauentages. Auf einem Zettel stand der Name der ermordeten Frau und ein kurzer Steckbrief, was passiert war.

Das Projekt startete 2009 als Kunstprojekt mit dem Titel „Zapatos Rojos“ von Elina Chauvet und hat sich zu einem internationalen Kunstprojekt entwickelt. Nun kam es als EU-Projekt im Rahmen des Förderungs- und Austauschprogrammes ERASMUS nach Baden. Seit September wird daran gearbeitet, unterstützt haben die Einreichung der HAK-Schulleiter Peter Stangler und Beate Jorda, ebenfalls eine engagierte Professorin an der HAK. Vorige Woche war dann die finale Ausstellung.

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