Rolf Majcen bestieg viele Gipfel rund um Baden. Rolf Majcen hat in den letzten Wochen fast alle nennenswerten Gipfel im magischen Trapez südlich vom Helenental – also großteils Gutensteiner Alpen – bestiegen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 10. August 2020 (05:10)
Rolf Majcen am Göller. Die Bergwelt in seiner Wohnort-Umgebung hat es ihm heuer coronabedingt besonders angetan.
privat

Der Teesdorfer Extremläufer Rolf Majcen hat in den letzten Wochen viel Zeit in den Bergen verbracht. Die Wettkampfsaison startete erst am 4. Juli. Wo er war? „Keine Dolomiten. Keine Dreitausender. Ganz anders: Die Berge nahe meiner Heimat Teesdorf haben mir positive Energie gegeben!“, resümiert er. „Kein Meer, viel MEHR: Das Aroma der Kiefern im Wald zwischen Bad Vöslau und Eisernem Tor und in den Gutensteiner Alpen war wie der Inselduft der Adria“, sagt er.

Majcen sah die alpine Blumen- und Pflanzenwelt, die sich im Rhythmus der Zeit veränderte und vielmals intensiv und farbenfroh war. „Wie oft hielt ich an, um Fotos zu machen! Und die Fauna: Ich habe in diesen Bergen unzählige Gämsen und Steinböcke und Greifvögel aus nächster Nähe gesehen! Und prächtige Spinnennetze im Gegenlicht! Und das lebhafte Spiel der Schmetterlinge.“

Majcen schwärmt von „romantischen Wegen auf Gipfel im Piestingtal, und solchen, die mit kühnen Felsformationen und Fernsicht begeisterten!“ Ganz zu schweigen von köstlichen Walderdbeeren und Himbeeren! „Vielerorts lagen pittoreske Kiefernzapfen am Weg, versprühten eine ganz eigene Harmonie. Föhren. Felsen. Fernsicht“, zählt er auf.

Er wollte all die markanten Spitzen in diesem magischen Trapez mit nördlicher Linie Helenental besteigen: „Sogar Gippel und Göller sieht man ja vom kleinen Harzbergturm aus!“, ist er begeistert. Er habe seine Alpinkunde schnell erweitert, diese Berge aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und ruhte „bei schönen Gipfelkreuzen und idyllischen Bankerln.“

„Wie aufregend war das, als es am 12. Mai am Eisernen Tor geschneit hatte! Ein andermal stand ich vor 5 Uhr früh am Hocheck, und sah, wie sich die Sonne über die Felsen des Peilsteins hinweg zu den Kleinen Karpaten schob!“, erinnert sich Majcen fasziniert zurück.

„Und all diese grandiosen Sonnenuntergänge, die ich erlebt hatte. Gesteigertes Glück gab es auch am Unterberg, als die Sonne durch den nebeligen Wald drang und die Strahlen haarscharf sichtbar waren!“ Majcen kündigt an, „weiterhin im magischen Trapez unterwegs“ sein zu wollen – „weil es so vielfältig und schön ist! Weil es so viel Kraft und Ruhe gibt!“, bilanziert er.