Pottenstein: „Smart City“ im alten Herrenhaus

Vielfältige Möglichkeiten mit mobilen Arbeitsplätzen und Veranstaltungen sind bei Umgestaltung geplant.

Erstellt am 15. Januar 2021 | 04:12
440_0008_8006916_bad02jj_hochzeitspavillion_beim_herrenh.jpg
Standesbeamtin Doris Kirchberger und Bürgermeister Daniel Pongratz vor dem alten Herrenhaus im Hochzeitspavillon.
Foto: Holzinger.Presse

Der Umbau des Herrenhauses wurde bereits 2019 als „LEADER-Projekt“ eingereicht, jedoch aufgrund der Rathaussanierung 2020 verschoben. Unverändert ist der Wunsch, die Innenräume zeitgemäß und optimal zu gestalten und den wunderschönen Garten samt Pavillon als Orte für Veranstaltungen zu adaptieren. Zwei kleine Räume werden zusammengeschlossen und mit einer mobilen Bühne, Akustikdecke, Gastrobereich und Garderobe ergänzt. Durch das Einsetzen von zwei französischen Fenstern schafft man den direkten Ausgang zum Pavillon.

Mobile Arbeitsplätze im Herrenhaus

„Die Nutzung soll nicht nur zeitgemäß, sondern auch flexibel und vielseitig sein. Gerade die Coronapandemie hat uns gezeigt, dass viele Menschen nicht genügend Platz oder Ruhe für beispielsweise ‚Home-Office‘ haben“, betont Bürgermeister Daniel Pongratz, SPÖ. Deshalb werden die Technik erneuert und W-LAN Spots installiert, um die Räume auch für mobile Arbeitsplätze verwenden zu können. Neben den bisherigen kulturellen Veranstaltungen soll hier auch der Austausch zwischen Jung und Alt erfolgen und gerade im Hinblick auf Technologie ermöglicht werden.

„Das ist ein großer Schritt in Richtung ‚Smart City‘, sagt Pongratz. Geplant wird das Projekt mit Gesamtkosten von 300.000 Euro von Michael Maurer. Der Triestingtaler Architekt zeichnet auch für die Planung des Pottensteiner Rathauses verantwortlich.

Das Projekt Herrenhaus wird erneut als Projekt der LEADER Region eingereicht, um maximale Förderungen zu lukrieren.

„Die Neugestaltung des ‚Alten Herrenhauses‘, vor allem auch mit der technischen Nutzung, ist nicht nur eine Bereicherung für Pottenstein, sondern für das gesamte Tal. Gerade in Krisenzeiten, wenn es mit den Gemeindefinanzen schlecht aussieht, freue ich mich auf die Realisierung“, meint der Bürgermeister. Dadurch könne das Projekt als Wirtschaftsmotor für regionale Betriebe fungieren. „Wie bei der Rathaussanierung sollen die Aufträge an unsere Firmen gehen, um die Wertschöpfung im Triestingtal zu belassen und der Krise entgegenzusteuern“, bekräftigt Pongratz.